Gondor-Menschen

Die Menschen von Gondor waren unter allen Dúnedain, die Reiche auf Mittelerde errichteten, die bekanntesten. Nachdem sie mit ihrem Vater Elendil - dem Gründer des Nördlichen Königreiches Arnor - der Vernichtung Númenórs entgangen waren, schufen Anárion und Isildur im Jahre 3320 des Zweiten Zeitalters der Sonne das Südliche Königreich Gondor.
Die Gondor-Könige herschten auf dem Höhepunkt ihrer Macht über alle Länder auf Mittelerde westlich des Meeres von Rhûn zwischen den Flüssen Celebrant und Harnen. Selbst als Gondor im Begriff des Niedergangs war, gehörten ihnen noch die Lehen und Provinzen Anórien, Ithilien, Lossarnach, Anfalas, Tolfalas, Belfalas und Calenardhon.
Fünf große Städte standen in Gondor, von denen zwei bedeutende Häfen waren: der alte Pelargir an der Mündung des Ânduins und Dol Amroth, die Festung, welche die an der Küste gelegenen Lehen in der Bucht von Belfalas beherrschte. Im Inneren Gondors lagen drei große Städte: Minas Ithil, der "Turm des Mondes", Minas Anor, der "Turm der Sonne", und die Hauptstadt Osgiliath, die "Festung der Sterne".
Gondor wurde im Dritten Zeitalter häufig angegriffen und von Seuchen heimgesucht. Ein langer Bürgerkrieg begann im Jahre 1432, im Jahre 1636 breitete sich die Pest aus; und zwischen 1851 und 1854 fielen die Wagenfahrer in das Land ein. Minas Ithil wurde im Jahre 2002 von den Orks und den Nazgûl eingenommen, danach verfiel es den bösen Mächten und wurde in Minas Morgul umbenannt. Die großen Orks, die Uruk-hai, verließen im Jahre 2475 Mordor und belagerten Osgiliath, setzten den größten Teil der Stadt in Brand und zerstörten die steinerne Brücke, düe über den Ânduin führte.
So hatte das Königreich Gondor, als der Ringkrieg begann, viel von seiner einstigen Bedeutung verloren. Von den drei großen Städten im Herzen des Landes war nur noch Minas Anor von Zerstörungen verschont geblieben, der Turm der Sonne stand mehrere Jahrhunderte hindurch vor der dichter werdenden Dunkelheit in Mordor, Morgul, Rhûn und Harad und es schien, als ob nur noch diese Stadt dem Bösen widerstand, denn das Reich des Nordens war gefallen, und die Elben kümmerten sich wenig um das, was in Mittelerde geschah. Doch gerade in dieser schweren Zeit, als die Macht Saurons sich überall ausbreitete, errangen die Menschen von Gondor ihren größten Ruhm.
Denn in Gondor sammelten sich Ritter, die den großen Kriegern von einst glichen, und in Minas Anor, das nun Minas Tirith, der "Turm der Wacht", hieß, trugen sie noch die hohen, aus Silber und Mithril gefertigten Helme mit den weißen Flügeln von Seevögeln. Und obgleich es zur Zeit des Ringkrieges nur noch wenige dieser Ritter gab, zeichneten sie sich durch erstaunliche Tapferkeit aus, und als die Not am größten war, kam Hilfe von allen Seiten.
Gondor wurde zu dieser Zeit von dem Truchsessen Denethor II. regiert, da die Linie der Könige vor langer Zeit erloschen war. Obwohl er ein starker und fähiger Herrscher war, suchte Denethor törichterweise, sich mit Hilfe eines Palantirs mit Sauron zu messen. Nach und nach geriet er unbewusst unter dessen Einfluss. Als er seinen erstgeborenen SOhn Boromir mit dem Auftrag, die Botschaft eines merkwürdigen Traumes deuten zu lassen, nach Bruchtal schickte, dieser auf dem Rückweg getötet wurde und sein Bruder Faramir von den Nazgûl eine scheinbar tötliche Wunde erhielt, verfiel Denethor dem Wahnsinn und beendete selbst sein Leben. Doch Faramir genas, und als Aragorn, der Stammesfürst der Dúnedain, nach Gondor kam, erkannte er ihn als den rechtmäßigen Thronerben an. In der Schlacht auf den Pelennor-Feldern wurden die Heere von Morgul, Harad und Rhûn vernichtend geschlagen, und mit der Zerstörung des Einen Ringes endete Saurons Macht für immer.

 

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