Kleinzwerge

In den Geschichten des Ersten Zeitalters der Sonne wird von den Nachkommen eines verbannten Zwergenvolkes berichtet, die lange vor der Ankunft der Elben in Beleriand lebten. Dies waren die Kleinzwerge, und sie bewohnten die Wälder am Narog-Fluss. Dort errichteten sie die Hallen von Amon Rúdh und Nulukkizdú (welches später das Elbenreich von Nargothrond wurde). Als die Sindar in das nahe gelegene Doriath kamen, machten sie Jagd auf die Kleinzwerge, da sie nicht wussten, um was für Lebewesen es sich bei ihnen handelte. Mit der Zeit erfuhren sie, dass es verkümmerte Zwerge waren, die sich nach einem vor langer Zeit im Blauen Gebirge begangenen Verbrechen von ihren Artverwandten getrennt hatten. So stellen die Sindar-Elben die Jagd auf dieses unglückliche Volk ein, das sie die Noegyth Nibin nannten.
Da sie in einem Land, das von ständigen kriegerischen Auseinandersetzungen heimgesucht wurde, keine Verbündeten hatten, schwanden die Kleinzwerge in Beleriand dahin und in den Geschichten der Elben finden sie nur noch in der Erzählung von Túrin Erwähnung. Zu seiner Zeit waren alle Noegyth Nibin bis auf drei ausgestorben: der Kleinzwergenkönig Mîm und seine Söhne Khîm und Ibun. Die "Geschichte des Grams" berichtet, wie Mîm Túrin Tarumbar und seine Gefolgsleute einst in die alte Zwergenhöhle von Amon Rúdh führte, wo sie Zuflucht vor ihren Verfolgern fanden. Später jedoch wurde Mîm von den Orks gefangengenommen und rettete sein Leben, indem er Túrin und seine Schar an sie verriet. Die Orks griffen Túrin unversehens an und töteten ihn. Mîm gewann seine Freiheit, an der er sich jedoch nicht lang erfreuen konnte, denn seine beiden Söhne wurden kurz darauf erschlagen. Er hütete in der Folgezeit den großen Drachenschatz, den Glaurung im zerstörten Nargothrond zurückgelassen hatte. Doch eines Tages kam Túrins Vater, der Krieger Húrin, an seine Tür und erschlug Mîm mit einem einzigen Schwerthieb, und so endete das Leben des letzten Kleinzwerges.

 

 

 

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