Schwarze Númenórer

Im "Akallabêth" wird berichtet, wie das Land der Númenórer, das mächtigste Reich der Menschen auf Arda, im Jahre 3319 des Zweiten Zeitalters der Sonne im Westlichen Meer versank. Die meisten Númenórer fanden dabei den Tod, einige jedoch hatten die Insel vor dem Untergang Númenors verlassen und konnten sich auf diese Weise retten.
Einige der Menschen, die die Katastrophe überlebt hatten, ließen sich in der Hafenstadt Umbar im Süden von Mittelerde nieder und wurden die Schwarzen Númenórer genannt. Sie verbündeten sich mit Sauron, welcher dreien von ihnen die Ringe der Macht gab. Diese drei gehörten fortan zu jenen Geistern, die als Nazgûl bezeichnet wurden, und zwei weitere ihrer Fürsten, Herumor und Fuinur, stattete er mit anderen Machtmitteln aus; sie wurden Herrscher der Haradrim.
Die Schwarzen Númenórer fielen in der Folgezeit häufig in Arnor und Gondor ein, um sich mit den Nachkommen jener Númenórer zu messen, die wie sie den Untergang ihres Reiches überlebt hatten. Dies waren die Elendili oder Elbenfreunde. Mehr als tausend Jahre hindurch ertrugen die Bewohner von Arnor und Gondor die ständigen Überfälle, aber im 10. Jahrhundert des Dritten Zeitalters zerschlug König Earnil I. von Gondor die Seemacht der Schwarzen Númenórer und nahm ihren Hafen ein, Umbar wurde zu einer Festung von Gondor. Die Schwarzen Númenórer erhoben sich zwar in den folgenden Jahren noch mehrmals, doch im Jahre 1050 wurden sie von Hyarmendacil endgültig niedergeworfen.
Sie vermischten sich danach mit den Haradrim und den Nachkommen der Corsaren. Doch die Macht, die Sauron ihnen gegeben hatte, schwand mit seinem Untergang, sodass in den Annalen des Vierten Zeitalters von ihnen nicht mehr die Rede ist.

 

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