Denethor II.

Eine ausgesprochen tragische Gestalt ist Denethor II., der 26. und letzte Truchsess von Gondor. Obwohl er nicht älter als Aragorn ist, hat der frühe Tod seiner Gattin Finduilas von Dol Amroth seine Spuren bei ihm hinterlassen. Er ist ein Mann mit wachem Verstand, der sich nicht scheut, sich sogar dem Blick des Lidlosen Auges zu stellen, und dennoch kann er nicht begreifen, wie Gandalf und der Weiße Rat ernsthaft in Erwägung ziehen konnten, den Ringträger Frodo auf eine so aussichtslose Reise wie die nach Mordor zu schicken. Denethor vermutet, dass Gandalf gegen ihn paktiert, um dem Erben König Isildurs, Aragorn, auf den Thron von Gondor zu verhelfen.
Als sein geliebter Sohn Boromir auf der Reise zum Schicksalsberg sein Leben lässt und sich zeigt, dass sein zweiter Sohn Faramir mit Zauberer Gandalf "im Bunde" ist, verbittert Denethor zusehends. Durch einen Palantir, einen Sehenden Stein von Númenor, wird er von Sauron verführt und verfällt - ohne es zu merken - mehr und mehr dessen Einfluss.
Als sein Sohn Faramir schließlich schwer verwundet in der Stadt eintrifft, verfällt er vollends dem Wahn. Da er glaubt, Faramir sei bereits tot und jeder Versuch, Minas Tirith vor den Heeren Mordors zu retten, vergebens, begibt er sich zu den Todesgrüften um sich und seinen Sohn zu verbrennen. Dass Faramir überlebt, ist bloß dem beherzten Eingreifen Gandalfs zu verdanken. Denethor dagegen kommt durch die Flammen um.

 

 

 

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