Kapitel 23

Fassung ab 15 !

In Ithilien

Am nächsten Tag wurde wieder eine Beratung abgehalten. Das Ergebnis war, daß Aragorn und Gandalf nach Minas Tirith reiten und von dort die Suche nach Modo organisieren sollten. Die Anderen wollten mit Faramir und Eowyn nach Ithilien reiten. Ein paar Waldläufer, darunter auch Galan, würden in der Nähe von Isengart bleiben, um dieses zu bewachen. Außerdem schickte Gandalf Boten zu einer ihm bekannten, weißen Hexe, die Aiko weiter unterrichten sollte, damit sie bald ohne Furcht in ihre Welt zurückkehren konnte. Bis die Zustimmung der Frau kam, wollte sie bei Eowyn und Mara blieben, die sie inzwischen herzlich lieb gewonnen hatte.
Aragorn und Gandalf ritten sofort los, die Folgenden dagegen ließen sich Zeit. In Edoras machten sie eine Woche Rast, da es der Fürstin schwer fiel, sich von ihrem Bruder Eomer zu trennen, dann ging es weiter nach Cair Andros, wo sie den Anduin überquerten und nun waren sie schon fast in Ithilien. Aiko staunte über die zunehmend üppiger werdende Vegetation. Bald überschritten sie die Grenzen des schönsten Fürstentums Gondors. Neugierig betrachtete das Mädchen die fremden Gewächse und atmete tief den herrlichen Duft der vielen Kräuter ein, was sie sehr an Frodos Reise durch diese Gegend erinnerte. Es wurde Nacht und sie schlugen ihr Lager mitten in der schönen Landschaft auf. Endlich brauchten sie keine Wachen mehr und so legten sich alle schlafen, bis auf Aiko, die wie bezaubert von der Umgebung wach blieb und vor ihrem Zelt saß, um die Sterne zu betrachten. Im ganzen Lager schlief außer dem Mädchen nur einer nicht. Es war Legolas. Dieser hatte sich zwar hingelegt, doch der Schlaf wollte nicht kommen. Eine Weile lag er auf seinem Lager und betrachtete durch den offenen Zelteingang das Mädchen, dann entschloß er sich nach kurzem Zögern, zu Aiko hinüberzugehen. Er setzte sich neben sie. Das Mädchen drehte sich zu ihm um, erkannte ihn und lächelte ihm zu, als freue sie sich, ihn zu sehen. Ermutigt legte er den Arm um sie und spürte, wie sie sich leicht an ihn lehnte. So saßen sie bis tief in die Nacht, bis Aiko der Kopf auf die Brust sank. Legolas küßte das schlafende Mädchen und trug sie vorsichtig in ihr Zelt, sorgsam darauf bedacht, daß sie nicht aufwachte, dann legte auch er sich hin. Schlafen jedoch konnte er diese Nacht nicht mehr.
Am nächsten Tag erreichten sie die Burg des Landesherren. Fürst Faramir hatte erst mal jede Menge zu tun, die liegengebliebene Arbeit nachzuholen, die Fürstin Eowyn mußte etliche Audienzen geben und so waren die Gäste viel sich selbst überlassen, was sie aber nicht sonderlich störte. Sie erforschten die Umgebung und Gimli, Merry und Palan vertrieben sich ansonsten die Zeit damit, Aiko und Legolas zu beobachten, die sich beständig näher kamen. Sogar der Zwerg konnte dem Aufenthalt manches abgewinnen, da die Burg in den Ausläufern des Emyn Armen lag, einem niedrigen Gebirge. Oft wanderte er in Begleitung der Hobbits weit zwischen den Bergen hindurch und erzählte ihnen allerhand Geschichten. Die Hobbits lauschten begeistert. Besonders die Geschichten über den einsamen Berg mochten sie, denn sie erinnerten sich dabei an Bilbos Erzählung, wie der Drache besiegt worden war.
Dann kam die Hexe, nach der Gandalf geschickt hatte. Eigentlich war es so gedacht gewesen, daß Aiko zu ihr kommen sollte, aber die Frau hatte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, einmal in einem Fürstenhaus zu wohnen. Den Freunden war das Recht, da ihnen der Abschied von dem Mädchen schwer fallen würde. So war er noch hinausgezögert, denn es würde eine ganze Weile dauern, bis Aiko so weit war, daß sie sich gegen Hexen mit langjähriger Erfahrung verteidigen könne. Doch viel zu sehen bekamen sie sie in den nächsten Wochen kaum, denn diese waren für das Mädchen äußerst anstrengend. Suna, so hieß ihre Lehrerin, hatte es sich zum Ziel gemacht, die Ausbildung in kürzt möglicher Zeit zu schaffen. So saß Aiko täglich 12 Stunden in ihrer Stube und übte sich in der schweren Lehre der Zauberkünste. Nach dem Unterricht war sie meist so müde, daß sie sofort ins Bett fiel. Nur am Sonntag beschränkte sich der Unterricht auf 4 Stunden und sie hatte so den Nachmittag und den Abend frei.
3 Monate lang erlernte Aiko so die hohe Kunst der Magie, aber endlich wußte sie soviel, daß Suna erklärte, sie sei nun so weit, sich verteidigen zu können. Sie besorgte ihr alles, was sie brauchte, um zu Hause die Studien fortsetzen zu können. Aber Aiko fiel es äußerst schwer, Ithilien zu verlassen. Es wurde beschlossen, daß sie noch eine Woche blieb und sich dann nach Minas Tirith aufmachen sollte, damit Gandalf sie durch sein Portal zurückschicken konnte. Die Hobbits, Gimli und Legolas wollten sie begleiten unter dem Vorwand, daß sie sich bei Aragorn und Gandalf persönlich nach dem Fortgang der Suche erkundigen wollten.
Die ganze Woche war Aiko geradezu belagert von Leuten, viele hatten das Mädchen liebgewonnen, doch Legolas schien sich darüber sehr zu ärgern, da er kaum mit ihr alleine sein konnte. Erst am letzten Abend gelang es den beiden zu entwischen. Eowyn und Faramir gaben ein großes Fest, um die Freunde gebührend zu verabschieden. Im prunkvollen Festsaal wurde eine große Tafel vorbereitet, die zu Verabschiedenden bekamen Ehrenplätze. Die Halle erstrahlte in hellem Licht, das von tausenden Lampions abgegeben wurde und Aiko half beim Schmücken des Raumes, indem sie alles mit Eisblumen verzierte, die das Licht sehr schön brachen, so daß unzählige Regenbogen auf dem weißen Tischtuch standen. Wie Modo schon vermutet hatte, war die junge Hexe für Eiszauber besonders begabt, aber auch im Feuerzaubern hatte sie sich geübt, da sie hierfür ebenfalls ein nicht geringes Talent besaß. So versah sie einen großen Eisstern, welcher hinter den Stühlen des Fürstenpaares schwebte, mit einem inneren Feuer.
Das Fest verlief äußerst fröhlich. Nach dem Mahl ließ Aiko die Tafel an die Wand schweben, so daß eine große Tanzfläche entstand. Bald hatten sich Paare gefunden, die die Fläche bevölkerten, nach und nach wurde jeder aufgefordert, eine junge Dame schleppte sogar Gimli ab, der eigentlich überhaupt nichts fürs Tanzen übrig hatte. Auch Legolas und Aiko tanzten. Das Mädchen fühlte sich allerdings nicht besonders wohl in ihrer Haut, da sie zwar Tanzunterricht gehabt hatte, die Tänze hier sich jedoch von unseren unterscheiden. Schließlich zog Legolas sie von der Tanzfläche fort in die Dunkelheit des Gartens, der durch die offenstehenden Glastüren vom Saal aus erreichbar war. Hier hielt sich momentan niemand auf.
Der Elb meinte mit einem schelmischen Lächeln: „Wenn du länger hier bleiben wolltest, müßtest du tanzen lernen.“
„Aber ich kann tanzen!“
„Das habe ich gemerkt. Du bist mir zweimal auf den Fuß getreten.“
Aiko streckte ihm die Zunge raus und erwiderte: „Ich kenne eure Tänze eben nicht.“ Nach einer kurzen Pause fügte sie hinzu: „Wenn du willst, zeige ich dir, wie man nach solcher Musik bei uns tanzt.“
Sie zeigte ihm die Walzerschritte und eine Weile bewegten sie sich eng aneinander geschmiegt, dann spazierten sie Hand in Hand durch den Garten. Als sie merkten, daß Leute herausgekommen waren, um nach ihnen zu suchen, stiegen sie über die Mauer und verschwanden in der Nacht.
„Fang mich“, rief Aiko und sprang davon. Lachend lief der Elb hinter ihr her und ließ sie absichtlich einige Zeit entkommen, bevor er sie einfing. Das Mädchen ließ sich in seine Arme sinken und Legolas begann sie zu küssen. Sanft fuhr er mit seinen Händen über ihren Körper. Aiko öffnete sein Hemd und zog sich das Kleid über den Kopf. Neugierig untersuchte er ihren BH, bevor er ihre Brüste entblößte. Zart strich er über ihre üppigen Wölbungen und nahm zart eine Brustwarze in den Mund. Die Berührung erschütterte Aiko bis in ihr Innerstes. Sie verlor die Beherrschung und zog ihn zu Boden, während sie sein Gesicht mit stürmischen Küssen bedeckte...
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Aiko erwachte früh am Morgen. Der Elb lag auf ihr und schlief noch. Mit einem zärtlichen Lächeln strich sie sanft durch sein Haar. Dadurch erwachte Legolas. Er schaute sie verträumt an und begann ihren Hals zu küssen. Das Mädchen ließ ihn einen Moment gewähren, dann stieß sie ihn von sich runter.
„Du bist mir zu schwer! Außerdem müssen wir zurück, die Anderen werden uns sonst noch vermissen.“
„Gleich“, murmelte er, und hielt sie fest, als sie aufstehen wollte.
Zart begann er ihre Brüste zu küssen und Aiko ließ sich dadurch überzeugen, noch ein wenig zu bleiben. Sie liebkoste seinen Hals, während der Elb sie zwischen den Beinen streichelte. Aikos Lippen wanderten höher und sie begann zart am Ohrläppchen ihres Geliebten zu knabbern, Legolas hielt eine Weile still, dann löste er sich, um ihre Oberschenkel zu küssen. Aiko zog seinen Kopf wieder zu sich hoch und biß ihm zart in die Wange. Sie balgten sich lachend ein paar Minuten, bis es dem Elben gelang, sie zu Boden zu drücken und sich auf sie zu legen. Er begann sie leidenschaftlich zu küssen, doch Aiko meinte: „Wir müssen jetzt zurück.“
Legolas legte seine Stirn einen Moment auf die Ihrige, um sich zu beruhigen, dann sagte er, indem er sie losließ: „Du hast recht, wir hätten längst zurück sein müssen.“
„Wirklich schade, daß du ausgerechnet ein Prinz sein und dadurch so auf deinen Ruf achten mußt.“ Dabei streichelte sie ihm über den Po.
„Das läßt sich leider nicht ändern. Wenn jemand davon erfährt, kann ich mich die nächsten Jahre in Gondor nicht mehr blicken lassen, bis die Menschen hier die Sache vergessen haben.“
„Was für ein Unsinn“, maulte Aiko kopfschüttelnd.
Er zog sie wieder an sich: „In diesem Moment wünschte ich, ich wäre ein ganz einfacher Elb, bei dem es niemanden interessiert, was er macht. In dem Punkt haben die Leute wirklich einen großen Vorteil.“
Ihre Lippen fanden sich zu einem langen Kuß, während dem Legolas wieder zu vergessen schien, daß es besser sei zurückzukehren. Er begann sie zu küssen, indem er immer einen Kuß unter den Anderen setzte und so an ihrem Körper immer tiefer rutschte, wobei seine Hände ihre Seiten streichelten. So verfuhr er bis er an ihrer Scheide anlangte. Dort verhielt er und kniete sich hin, schlang seine Arme um ihre Hüfte und begann sie mit der Zunge sanft zu liebkosen. Aiko stöhnte leise vor Wonne, was ihn anspornte, immer weiter zu machen, um sie zu einem Höhepunkt zu bringen, doch selbst, als er das erreicht hatte, mochte er nicht aufhören, er konnte einfach nicht genug von ihr bekommen. So standen sie eine ganze Weile, aber irgendwann siegte bei Legolas doch der Verstand und sie zogen sich wieder an, um zurück zur Burg zu gehen. Er ließ es sich jedoch nicht nehmen, seine Geliebte selbst anzukleiden und dabei noch einmal ihren Körper zu streicheln. Schnell drückte er noch einen Kuß auf ihre Brust, bevor er ihr den BH überstreifte und küßte sie auch zwischen den Beinen, während er den Slip an ihren Schenkeln hoch führte.
Aiko lachte: „Das ist unfair! Ich bin stark im Nachteil, weil du keine Unterwäsche trägst.“
„So etwas kennen wir hier nicht.“
„Das ist keine Entschuldigung“, meinte sie, indem sie ihn scherzhaft in die Wange kniff. Sie mußte sich also mit der Hose und dem Hemd begnügen, was aber eigentlich kein wirklicher Nachteil war, denn sie kam dadurch genauso in den Genuß, ihn an der intimsten Stelle zu küssen. Auch seine Brust liebkoste sie kurz mit der Zunge.
In der Burg schlief noch alles, so daß niemand ihr heimliches Zurückkommen bemerkte, mit Ausnahme von Gimli, der den Kopf aus seiner Zimmertür streckte, als sie gerade daran vorbeikamen: „Da seid ihr ja. Ich dachte schon, daß ihr gar nicht mehr kommt!“
„Hast du auf uns gewartet?“
„Nein, bin schon wieder wach. Aber als ich eben an deine Tür klopfte und niemand antwortete, dachte ich mir schon, daß ihr noch unterwegs seid. Übrigens werden wir wohl nicht vor dem Mittag abreisen können. Die meisten Leute waren ziemlich betrunken.“
„Prima, dann kann ich ja noch etwas in meinem Bett schlafen“, erklärte Aiko lächelnd.
„Übrigens habe ich den Leuten erzählt, daß du Kopfschmerzen hast und Legolas singend durch die Wälder wandert.“
„Ganz richtig! Ich glaube, ich habe noch immer Kopfschmerzen und werde mich noch ein bißchen pflegen. Guten Morgen.“
Grinsend verschwand Aiko in ihrem Zimmer, das ganz in der Nähe lag und zog die Tür hinter sich zu, worauf Gimli wieder begann: „Hast du schon gepackt?“
„Ja.“
„Dann komm doch rein. Ich habe mir etwas zu essen aus der Küche besorgt. Dort ist momentan auch keiner. Die Dienerschaft scheint ein wenig für sich gefeiert zu haben.“
„Ich habe keinen Hunger. Außerdem möchte ich, glaub ich, noch ein wenig schlafen.“
„Du meinst wohl, von einer gewissen Person träumen! Typisch Elb! Wenn sie verliebt sind, sind sie zu nichts zu gebrauchen“, versetzte Gimli.
„Meinst du etwa, Zwerge sind da besser?! Das wage ich aber stark zu bezweifeln!“ meinte Legolas entrüstet.
Gimli verdrehte die Augen: „Und für so jemanden habe ich gelogen, nur um seine und die Ehre der jungen Dame zu retten. Ich sollte diese Schande von mir nehmen, indem ich allen erzähle, was wirklich vorgefallen ist.“
Damit verschwand er. Legolas wollte sich nicht weiter darum kümmern, da er wußte, daß der Zwerg es nicht ernst gemeint hatte, doch dann öffnete er noch einmal die Tür und sagte: „Ich danke dir, Gimli.“
„Schon gut“, brummte der Zwerg.
Der Elb schloß die Tür wieder und ging zu seinem eigenen Zimmer, wo er sich auf sein Bett legte, von wo er das Stück Himmel betrachtete, welches er von seinem Fenster aus sehen konnte. Tatsächlich träumte er von einer bestimmten Person. Er wollte diese Momente solange wie möglich festhalten und genießen. Doch so langsam kamen ihm weniger angenehme Gedanken. Er bereute nichts, aber ihm wurde plötzlich klar, daß er Aiko jetzt noch weniger gehen lassen wollte. Unruhig drehte er sich auf die andere Seite. Er hätte schon viel früher eine so enge Beziehung zu ihr aufbauen sollen, dann hätte er sie vielleicht überzeugen können, bei ihm zu bleiben. Aber Aiko war nun mal eine andere Art Frau als die in Mittelerde. Sie war selbständig und unabhängig, während die Frauen hier ja in den Händen der Väter oder der Brüder verweilten, bis sie heirateten. Es störte ihn nicht, sondern er fand es sogar sehr aufregend, doch leider schien es auch zu bedeuten, daß Aiko weniger auf ihn zuging, wie er es sonst von Frauen gewohnt war. Er wußte immer noch nicht, woran er bei ihr war. Liebte sie ihn oder spielte sie nur mit ihm? Manchmal, wie gestern Abend, suchte sie seine Nähe und war dann sehr lieb zu ihm, häufiger hatte er jedoch das Gefühl, daß sie sich absichtlich von ihm fernhielt. Besonders in der Zeit, wo sie die Hexerei von Suna erlernte, war sie sehr abweisend gewesen und nur selten hatte sie erlaubt, daß er sie nach dem Lernen noch besuchte. Natürlich war sie auch immer äußerst müde gewesen.
Was der Elb natürlich nicht wußte, war, daß Aiko immer noch die Befürchtung hatte, sie sei Modos Tochter, was immer Gandalf dazu sagen mochte. Und sie fürchtete sich vor den Fähigkeiten des Elben, der ihre Gedanken lesen könnte, wenn sie unvorsichtig wäre. Besonders in der Zeit wo sie ständig mit dem Thema Magie beschäftigt war und sie alles um sie herum an Modo erinnerte, quälten sie derartige Gedanken. Jetzt dachte sie daran, daß sie Legolas, trotz Gandalfs Warnung, die Wahrheit sagen müsse. Der Elb hatte natürlich recht, wenn er dachte, daß sie ihm aus dem Weg gegangen sei und Aiko wußte wohl, daß er es gemerkt hatte. Bevor sie ging, mußte sie ihm eine Erklärung für ihr Verhalten geben, er durfte nicht denken, daß es etwas mit ihm zu tun habe. Er war nicht schuld! Aiko ließ sich aus der Seitenlage auf den Rücken fallen, obwohl sie in dieser Position nicht schlafen konnte, und starrte zur Decke. Der Schlaf würde wohl sowieso nicht mehr kommen. Sie konnte es noch immer kaum fassen, daß dieser wunderschöne Elbenprinz sich für sie interessierte. Und nicht nur das, er hatte ihr letzte Nacht gestanden, daß er sie lieben würde. Ein wunderbares Gefühl und dennoch auch ein Bitteres! Die Elben hier schienen genauso zu sein, wie Tolkien sie in seinen Werken beschrieb, daher mußte man wohl annehmen, daß auch das stimmte, was er über die Liebe der Elben schrieb. Nicht alle starben an gebrochenem Herzen, wenn ihre Liebe verschmäht wurde oder der oder die Geliebte starb, doch kam es öfter vor. Und sie konnten nicht einmal die Spanne ihres Lebens zusammen sein, denn sie gehörte nicht hierher. Sie mußte wieder nach Hause. Ein fürchterlicher Gedanke! Auch wenn sie sich nach der Heimat sehnte, ihre Sehnsucht nach Legolas würde noch viel schlimmer sein. Dicke Tränen rannen über ihr Gesicht. Dann erhob sie sich plötzlich und wischte die Tränen energisch fort. Heulen würde ihr nicht helfen und wenn sie weiter weinte, würden später alle sehen können, wie schlecht es ihr ging. Doch so einfach waren die Tränen nicht zu besänftigen. Mit einem Seufzer stand sie auf und suchte ihre Tasche, die ihr Suna geschenkt hatte. Es war eine weiße Umhängetasche, die die Form eines Quaders hatte. Das besondere daran war, daß man alles, was von der Breite her durch die Öffnung passte, hineintun konnte, egal wie groß es war. Schaute man in die Tasche, sah sie leer aus, nur der Besitzer konnte den Inhalt herausholen. Jetzt zog sie eine Thermoskanne mit Kräutertee heraus, die sie gestern für heute Nachmittag zubereitet hatte. Mit einer kleinen Flamme erwärmte sie den Tee. Wie gehofft, beruhigte sie das Getränk, und so trank sie nach und nach die Kanne leer, danach bereitete sie neuen zu. So vertrieb sie sich die Zeit, bis endlich Leben in die Burg kam.
Erst gegen ein Uhr verließen sie Faramir und Eowyn und machten sich auf den Weg nach Minas Tirith.


Wer kommt darauf, aus welcher Geschichte ich die Tasche geklaut habe? (Sieht nur ein wenig anders aus!) Kleiner Tipp: Ein Regenschirm mit einem papageienförmigen, sprechenden Knauf spielt darin eine kleine Rolle.
(Ihr habt 30 Sekunden Zeit, also: Achtung – Fertig – Los!)

 

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