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Kapitel 34
Aikos Vater
Lena griff als erstes an, doch
nicht mit einem Zauber. Sie hatte blitzschnell
ein Messer gezogen und stürzte auf Aiko zu.
Diese wendete einen Entwaffnungszauber an und
schlug ihrer Tante so das Messer ohne Schwierigkeiten
aus der Hand.
„Nicht schlecht“, murmelte diese.
Der Zauber war wirklich gut gewesen, der jungen
Hexe hatte sie soviel Geschick gar nicht zugetraut.
Sie beschloß, das Mädchen nicht zur
Ruhe kommen zu lassen, sondern sofort erneut anzugreifen.
Diesmal schleuderte sie mehrere Feuerbälle
in ganz kurzen Abständen auf Aiko, die jedoch
einen Schild aus Eis erschuf, an dem das Feuer
wirkungslos abprallte, dann schleuderte sie selbst
einen spitzen Eiszapfen auf ihre Gegnerin, die
geschickt auswich und es ihrerseits mit einem
Blitz versuchte. Das Mädchen sprang erschrocken
zur Seite, daß man Blitze erschaffen konnte,
hatte sie gar nicht gewußt. So währte
der Kampf einige Zeit. Er erforderte von beiden
höchste Aufmerksamkeit und so entging es
ihnen, daß sie plötzlich nicht mehr
allein waren. 3 Personen hatten den Gang betreten,
einer hielt sich ein wenig zurück, die anderen
Zwei traten jetzt vor.
„Hallo, Lena“, sagte eine Stimme,
die beide herumfahren ließ.
„Mama“, rief Aiko.
„Corinna! Wie kommst du hierher?“
fragte ihre Tante fassungslos.
„Durch den Stern, den meine zweite Tochter
besitzt.“
Neben ihr stand Salim.
Lena starrte sie einen Moment an, dann lachte
sie auf: „Das Gerücht ist also wirklich
wahr, daß du Zwillinge entbunden hast. Was
mich an der Wahrheit dieses Gerüchts immer
zweifeln gemacht hat, war, daß ich herausfand,
daß Salim als Findelkind bei einem reichen
Kaufmann in Esgaroth aufwuchs. Ein toller Mann,
der Vater deiner Kinder, wirklich! Hat nur zugesehen,
wie er seine Tochter so schnell wie möglich
los wird.“
„Was weißt du schon“, rief Salim
wütend.
„Du hast mich sehr enttäuscht, Lena“,
sagte Corinna mit trauriger Stimme. „Ich
habe dich immer sehr gern gehabt.“
„Meinst du, dein Gelaber interessiert mich?“
gab Lena höhnisch zurück. „Ich
gebe zu, daß ich dich ebenfalls mag, doch
mein Mann geht mir über alles. Ich verstehe
nicht, warum ich dich enttäuscht haben soll.
Du hast ebenso Fehler gemacht, nicht wahr?! Diese
beiden Bastarde haben sicher mehr Schande über
die Familie gebracht als ich.“
Da wurde Corinnas Blick plötzlich hart: Willst
du wissen, wer der Vater ist?“
Aiko hielt den Atem an. Endlich würde sie
erfahren, was ihr solange auf der Seele gelegen
hatte.
„Ist es dir endlich wieder eingefallen?
Bei Mutters Fragen schienst du ja plötzlich
an Gedächtnisschwund zu leiden!“
„Ich habe ihn sogar mitgebracht, meine liebe
Schwester.“
Erstaunt sah Lena sich um. Erst jetzt bemerkte
sie, daß noch jemand im Hintergrund stand,
von dem jedoch nur die Konturen zu erkennen waren.
Aber Aiko wußte plötzlich, ohne sagen
zu können woher, wer dort stand. Sie konnte
nicht an sich halten: „GANDALF!“
Die Gestalt nickte und trat vor: Jetzt wurden
die Züge des Zauberers sichtbar. Lena starrte
ihn einen Moment mit offenen Mund an, dann wurde
sie von Furcht gepackt und versuchte zu fliehen,
doch Salim sprang schnell hinter ihr her und hielt
sie fest. Gandalf nahm jetzt Corinnas Hand und
schritt mit ihr auf die beiden zu. Mit ruhiger
Stimme wendete er sich jetzt an Lena: „Du
hast dir mit deinem Verhalten eigentlich den Tod
verdient, aber Corinna hat für dich gebeten,
da du trotz allem ihre Schwester bist. Du sollst
also nach Mittelerde zurückkehren, uns jedoch
dafür den Stern geben.“
Die Frau wußte, daß sie gegen den
Zauberer keine Chance hatte, daher ließ
sie sich den Stern abnehmen, ohne sich zu wehren.
Dann wandte sich Gandalf ein letztes Mal an sie:
„Für jetzt darfst du frei gehen, doch
solltest du darauf achten, niemals wieder einem
von uns zu begegnen, denn ein zweites Mal wirst
du von uns keine Gnade erfahren.“
Salim erhob ihren Stern und der Gang zerbrach
um Lena und sie stand wieder dort, wo sie ihn
betreten hatte.
Im Gang unterdessen umarmte Gandalf
Aiko.
„Ich wollte es dir schon früher sagen,
doch es war zu gefährlich. Jetzt mag ich
nicht länger zögern, alle Welt soll
wissen, wer du bist und natürlich auch von
Salim.“
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Sie saßen im Wohnzimmer von Corinnas Wohnung.
Es war der Morgen des nächsten Tages, so
lange hatten sie durch den Gang zurück gebraucht.
Gandalf erzählte von den letzten Jahren:
„Nach eurer Geburt haben eure Mutter und
ich entschieden, daß jeder einen Zwilling
nehmen und großziehen sollte. Ich brachte
Salim zu einem guten Freund, dessen Frau auch
gerade ein Kind bekommen und so ebenfalls Milch
hatte. Sie ist dort gut behütet aufgewachsen.
Ich habe sie so oft wie möglich besucht und
in den finsteren Jahren während der Bedrohung
durch Sauron war sie mein größter Lichtblick.
Als sie 14 Jahre alt war, habe ich ihr mitgeteilt,
daß sie meine Tochter ist. Damals war sie
bereits von Suna unterrichtet worden.“
„Suna wußte also auch Bescheid“,
schimpfte Aiko verstimmt. „Ich war wirklich
die einzige, die von nichts wußte!“
„Es tut mir leid.“
„Als ich alt genug war, verschwand Mama
manchmal für ein Wochenende“, wechselte
das Mädchen das Thema.
„Sie hat sich mit mir getroffen. Leider
war das nicht oft möglich.“
„Ja, leider“, stimmte Corinna zu,
dann meinte sie: „Wißt ihr, wir sollten
es zuerst meiner Mutter sagen, damit sie endlich
nicht mehr denkt, daß euer Vater ein Strauchdieb
ist.“
Der Zauberer mußte lachen.
„Aber was bedeutet das eigentlich für
Salim und mich?“ fragte Aiko verwirrt.
„Nun, erstmal bedeutet es, daß ihr
beide in Mittelerde, sobald es verkündet
ist, großes Ansehen genießen werdet.
Doch davon können wir später reden.
Wichtiger ist etwas anderes, über das ich
bisher noch nicht mal mit Salim geredet habe.
Hast du das Silmarillon gelesen, Aiko?“
„Ja.“
„Dann weißt du sicher, was Maya sind?“
„Götter, die allerdings einen Rang
unter den Valar stehen und...“
„Soll das heißen, daß du ein
Maya bist?“ unterbrach Salim ungläubig.
„Genau das. Die Istari sind Maya. Wir wurden
in Menschengestalt hierher geschickt, um gegen
Sauron zu kämpfen. Deshalb sterben wir auch
nicht.“
„Und wir?“ riefen die Mädchen
gleichzeitig.
„Ihr seid zur Hälfte sterblich und
zur Hälfte unsterblich, was bedeutet, daß
ihr wählen könnt.“
Eine Weile saßen die zwei stumm da. Aiko
war fassungslos. Nie hatte sie daran gedacht,
unsterblich sein zu können. Der Gedanke gefiel
ihr nicht wirklich, sie fühlte sich als sterblicher
Mensch. Doch für Legolas würde es besser
sein.
„Ihr müßt euch nicht sofort entscheiden,
ihr habt noch ein paar Jahre Zeit, genaugenommen
bis zu eurem 22. Lebensjahr. Doch dann muß
euer Entschluß feststehen.“
Die Sache mit der Unsterblichkeit hatte Aikos
Gedanken auf den Geliebten gebracht und das war
für sie jetzt das Wichtigste: „Kann
ich nach Mittelerde zurückkehren? Ich möchte
Legolas gern wiedersehen.“
Corinna lächelte: „Eigentlich darfst
du den Stern erst mit fünfundzwanzig Jahren
erhalten, aber ich denke, wir können hier
eine Ausnahme machen. Salim hat ja bewiesen, daß
jemand jüngeres durchaus in der Lage ist,
einen Stern zu hüten. Obwohl wir noch mal
über eine gewisse Entführung sprechen
müssen, junge Dame!“
Bei den letzten Worten war ihre Miene streng geworden.
Salim errötete und schrumpfte auf ihrem Platz
geradezu zusammen. Ihre Mutter wollte noch fortfahren,
aber in diesem Moment klingelte es an der Tür.
„Mach doch mal auf, Aiko.“
Das Mädchen ging hin und öffnete. Kaum
hatte sie einen Blick nach draußen geworfen,
da nahm ihr Gesicht einen völlig fassungslosen
Ausdruck an.
Vor ihr stand Legolas, der ein wenig beunruhigt
schien, da Aiko ihn so merkwürdig anstarrte.
„Was hast du?“
Doch das Mädchen konnte nicht antworten und
war auch unfähig, sich zu bewegen. Verwirrt
blickte der Elb zu den anderen.
Gandalf lächelte und meinte Augen zwinkernd:
„Wir haben ihr nicht gesagt, daß du
dabei bist.“
„Freust du dich denn nicht?“ fragte
Legolas jetzt wieder das Mädchen.
Endlich riß sie sich zusammen und fiel ihm
um den Hals: „Natürlich freue ich mich.“
Sie küßte ihn zärtlich. „Es
tut mir leid! Ich bin nur so überrascht,
daß du hier bist und noch dazu an der Tür
klingelst. Wo warst du denn?“
„Im Park. Corinna sagte, ich solle an die
frische Luft gehen, um mich zu beruhigen. Es war
nicht nett, daß ihr mich nicht geholt habt,
als ihr zurück wart.“
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Salim, Corinna und Gandalf hatten rücksichtsvoll
beschlossen, daß sie ausgehen wollten. Außerdem
war Salim nur einmal in dieser Welt gewesen und
sehr neugierig. Aiko wollte am liebsten sofort
mit Legolas in ihrem Zimmer verschwinden, um mit
ihm zu schlafen, doch der Elb wirkte bedrückt,
und sie zog ihn erstmal schnell zur Coach, und
setzte sich dort, um mit ihm zu reden, da sie
sich sehr darüber wunderte.
Zuerst versuchte sie, ihn ein wenig aufzumuntern:
„Du siehst richtig Klasse aus in diesen
Klamotten.“ Legolas trug eine Jeans, ein
T- Shirt und um den Kopf ein Piratentuch, damit
seine Ohren nicht zu sehen waren. Er versuchte
zu lächeln, doch es gelang ihm nicht. Das
machte sie nun richtig besorgt: „Was hast
du denn, mein Schatz?“
„Warum hast du das Bild von mir zerbrochen,
Aiko?“
Das Mädchen sah ihn erstaunt an: „Das
Bild ist zerbrochen? Davon weiß ich nichts.
Schade, es war wirklich schön.“
„Nur das Glas ist entzwei. Ach Aiko, ich
habe mich so nach dir gesehnt. Ich hatte solche
Angst, daß du mich vergißt.“
Aiko legte die Arme um seine Schultern und küßte
ihn, dann meinte sie plötzlich entrüstet:
„Wie konntest du das nur glauben?“
„Du bist so anders als die Frauen in Mittelerde
und ich hatte immer ein wenig Angst, daß
du nur mit mir spielst. Als du dann fort warst,
mußte ich ständig daran denken, daß
du mit einem anderen Mann im Bett liegen könntest.
Ich wäre fast verrückt geworden vor
Eifersucht.“
Das Mädchen war offensichtlich tief verletzt:
„Ich liebe dich und werde dich nie betrügen!
Wie konntest du das nur glauben? Dafür hättest
du Ohrfeigen verdient.“
„Du darfst mich gerne Ohrfeigen, wenn du
willst. Ich bin wirklich ein Idiot. Verzeihst
du mir?“ meinte Legolas zerknirscht.
Aiko war immer noch ärgerlich, doch seinem
Blick konnte sie nicht widerstehen. „Natürlich,
mein Geliebter.“
Glücklich begann der Elb ihren Hals zu liebkosen:
„Es tut mir leid, Gîlnya. Ich werde
es wieder gut machen, das verspreche ich.“
„Wie kommt es überhaupt, daß
du hier bist?“
Legolas brauchte einen kleinen Moment, um sich
von ihrem Hals loszureißen.
„Es sollte eine Überraschung zu deinem
Geburtstag sein. Gandalf und ich sind mit Salim
gestern am frühen Abend hierher gekommen,
und fanden die Wohnung zu unserer Enttäuschung
leer vor. Deine Mutter kam bald, doch du bist
nicht erschienen. Wir haben uns große Sorgen
gemacht. Corinna rief bei ihrer Schwester an,
da die ja nachmittags hatte hier sein wollen,
aber auch diese war nicht zu Hause. Gandalf meinte
sofort, daß Lena etwas mit deinem Fortbleiben
zu tun hat. Er vermutete schon lange, daß
jemand aus Corinnas engerem Umfeld mit Modo zusammen
arbeitet, denn immer wieder waren vertrauliche
Informationen durchgesickert. Erzählt hat
deine Mutter ihr zwar nichts, doch hatte Lena
genug Möglichkeiten, ihre Briefe zu lesen.
Uns blieb nichts anderes übrig als zu warten,
da wir keine Möglichkeit hatten, festzustellen,
wohin du gebracht wurdest. Einen langen Tag saßen
wir hier in der Wohnung und konnten nichts tun.
Ich glaube, ich habe alle zusätzlich nervös
gemacht, diese Untätigkeit war mir fast unerträglich.“
„Obwohl du glaubtest, daß ich mich
mit anderen Männern vergnüge?“
unterbrach Aiko, die den Stich immer noch fühlte.
Ihr Geliebter sah sie traurig an: „Und wenn
mich nicht lieben würdest, so wollte ich
doch, daß du glücklich wirst und dir
vor allem nichts passiert. Das mußt du mir
glauben. Du bist mir wichtiger, als mein eigenes
Leben.“ Er schwieg kurz, dann fuhr er mit
seiner Erzählung fort: „In der zweiten
Nacht sagte Salim plötzlich, daß der
andere Stern aktiviert sei und sie brach mit Gandalf
und Corinna auf. Gandalf hatte zur Sicherheit
bereits sein Portal aufgebaut, um schnell nach
Mittelerde kommen zu können, deswegen wollten
sie sofort dorthin wechseln und dort Salims Stern
aktivieren, um gleich in die Nähe desjenigen
zu kommen, der das andere Armband benutzt hatte.
Durch den Gang dauert es ja ein paar Stunden.
Ich bestand darauf, sie zu begleiten, doch sie
sagten mir, daß sie das ohne mich regeln
wollten, da es eine Familienangelegenheit sei.
Ich mochte das nicht glauben, denn Gandalf sollte
mitgehen, und ich gehöre wohl eher zur Familie
als er, schließlich bin ich dein Geliebter,
doch sie verschwanden einfach ohne mich und ich
konnte nichts dagegen tun. Daher ging ich in den
Park, wie Corinna es mir geraten hatte. Ich konnte
ja nicht wissen, daß ihr zurückkommt,
ohne euch um mich zu bekümmern.“
„Ich wußte nichts davon.“
„Ich hab’s gemerkt, so überrascht
wie du warst.“
Sie schwiegen eine Weile, dann meinte Aiko leise:
„Gandalf hat mit dir noch nicht über
meine Abstammung geredet, nicht wahr?“
„Nein.“
Nun erzählte Aiko. Sie begann mit ihrem Verdacht
in bezug auf Modo, und wie sie darunter gelitten
hatte, dann schilderte sie, warum sie in Ithilien
so abweisend gewesen war.
Legolas hörte ruhig zu und erklärte
dann: „Meine arme Aiko. Du hättest
mit mir reden sollen.“ Er nahm sie in die
Arme und küßte sie auf die Nase: „Selbst
wenn du Modos Tochter bist, würde mich das
nicht stören. Du hast ein gutes Herz und
was soll mich da deine Abstammung kümmern,
wo du doch offensichtlich nichts von der Bosheit
des Magiers geerbt hast.“
Aiko war klar, was es bedeutete, wenn dieser Elb
bereit war, nicht nur eine Sterbliche zu heiraten,
sondern auch einen unmöglichen Schwiegervater
in Kauf nahm. Es konnte wirklich keinen lieberen
Mann geben.
„Ich bin nicht Modos Tochter. Er ist nur
mit Lena verheiratet, daher sein Interesse an
mir. Gandalf ist mein Vater.“
Es dauerte ein wenig, bis Legolas das eben gehörte
begriff. Er starrte sie fassungslos an: „Wie?“
„Gandalf ist mein Vater“, wiederholte
das Mädchen und erzählte ihm dann, was
sie sonst noch erfahren hatte. Auch von ihrer
Möglichkeit, die Unsterblichkeit zu wählen,
sprach sie und von ihren Ängsten, die sich
damit verbanden.
Der Elb streichelte ihr sanft über die Wange
und meinte dann ernst: „Was die Unsterblichkeit
angeht, so mußt du eins wissen. Ich will
nicht, daß du nur wegen mir unsterblich
wirst. Du mußt es selbst verantworten können.
Die Elben wissen, daß die Ewigkeit sehr
lang werden kann und manche von den alten Elben
beneiden die Menschen von Zeit zu Zeit.“
„Oh, mit dir werde ich das alles ertragen
und glücklich sein.“
Die Gefühle überschwemmten Legolas und
nur mühsam brachte er die Frage heraus: „Aiko,
willst du mich heiraten?“
„Ja“, sagte sie einfach.
Und voller Glück liebten sie sich auf der
Coach, sich um die Tatsache nicht kümmernd,
daß Aikos Eltern und ihre Schwester jederzeit
zurückkommen konnten.
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Salim saß am Abend allein im Park, als sie
plötzlich ein leises Rascheln hörte.
Sie drehte sich um und sah, daß der Elb
direkt hinter ihr stand.
„Oh, hallo“, meinte sie verlegen.
„Können wir uns nun ein wenig unterhalten?“
„Setzt euch zu mir.“
Legolas folgte der Aufforderung, aber bevor er
eine Frage stellen konnte, sprach das Mädchen
schon weiter: „Wißt ihr, es tut mir
leid. Es war nicht fair, euch so einfach für
meine Pläne zu mißbrauchen, doch ich
war so verzweifelt. Ich hatte herausgefunden,
daß diese Leute etwas mit Aiko vorhaben
und konnte nicht fort, da ich Modos Leute weiter
beschatten mußte. Da bin ich dann eben auf
die Idee gekommen, euch hinzuschicken. Ihr seid
nach dem Ringkrieg ein Held geworden und habt
außerdem als Elb so gute Sinne, daß
ich dachte, ihr könntet sie schützen.
Natürlich hätte ich mir denken müssen,
daß ihr auf Dauer nicht gegen diese Hexen
ankommen könnt. Und ich hatte kein Recht,
euch einfach so zu entführen. Es tut mir
leid.“
Sie sah Legolas unsicher an, doch zu ihrer Überraschung
lächelte er: „Warum sagst du plötzlich
„ihr“ zu mir? Ich gehöre doch
schon fast zur Familie! Eigentlich sollte ich
dir ja böse sein, doch wenn du mich damals
nicht hierher geschickt hättest, dann hätte
ich Aiko wahrscheinlich nie kennengelernt. Und
dafür bin ich sehr dankbar. Ein Leben ohne
sie kann ich mir nicht mehr vorstellen.“
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