Kapitel 17

Ein Abschied

Gegen Mittag des nächsten Tages entdeckten die Diener den Tod ihrer Herrin und die Flucht des Gefangenen. Dann sahen sie, daß Rina erschossen worden und Leandhra ebenfalls fort war. Einer der Diener trat an einen großen und reich mit Ornamenten verzierten silbernen Spiegel. Es dauerte eine Weile, bis Modo an das Gegenstück in Minas Tirith trat und sein Bild im Spiegel der Zuflucht erschien: „Was gibt’s?“
Der unglückliche Diener, den es getroffen hatte, seinem Meister zu berichten, begann ängstlich zu stottern: „ Ja, also... also, der... der Ge... Gef... Gefangene ist... ist fort.“
Modo erstarrte geradezu vor Schreck: „Was? Wie konnte das passieren? Wo ist Rina?“
Der Diener nahm sich möglichst zusammen und erklärte nun einigermaßen verständlich, wenn auch mit schneller, unsicherer Stimme: „Sie ist tot. Wir fürchten, daß Leandhra dem Gefangenen geholfen hat, da wir sie nirgends finden können und Rina mit einem Revolver erschossen worden ist. Sie mochte die Fürstin von Anfang an nicht, ja, ich glaube, sie hat sie sogar richtig gehaßt.“
Modo schwieg einen Moment. Leandhra war seine beste Hexe gewesen, daher war dies ein schwerer Verlust für ihn. „Nun, es ist nicht zu ändern. Ich werde die Verfolgung in die Hand nehmen. Ihr braucht euch nicht darum kümmern, ihr würdet sie doch nicht einholen.“
„Sehr wohl, Herr“, meinte der Diener und verbeugte sich. Er war sehr erleichtert, daß sein Meister es so ruhig aufgenommen hatte.
Modo verließ den Spiegel und ging ins Nebenzimmer, wo die Zwillinge Arlena und Altana saßen. Er hatte sie gefahrlos herholen können, denn Legolas war ja fort und der Einzige, der die beiden gesehen hatte, damals während seiner Belagerung.
„Ihr Zwei habt gehört, was gesprochen wurde?“
„Natürlich, Meister“, antworteten die Frauen gleichzeitig.
„Ihr müßt diese Angelegenheit für mich erledigen. Tötet die Verräterin und bringt den Mann zurück in die Zuflucht. Ihm darf kein Haar gekrümmt werden.“
„Alles klar“, erklärte Arlena.
„Kein Problem“, behauptete Altana.
Die Frauen standen auf und ließen Modo allein. Der Magier ließ sich nachdenklich in einen Stuhl fallen. Was war nur los? Zuerst Aiko und jetzt auch noch Leandhra!
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„Ich habe schon immer gesagt, daß Leandhra zu weich ist. Ich verstehe nicht, wie Modo ihr vertrauen konnte“, sagte Arlena zu ihrer Schwester. „Weißt du noch, wie sie diese Jojo nicht töten wollte, weil sie meinte, es sei nicht nötig und ihr nur die Gedächtnistropfen gegeben hat?“
„Ja. Ich habe ihr auch nie richtig getraut. Aber wir sollten schneller reiten, damit wir rechtzeitig am Ziel sind.“
„Ach, das schaffen wir locker. Was schwer sein wird, ist die Falle, die wir aufbauen müssen. Hast du eine Idee?“
„Nein. Leandhra ist eine ausgezeichnete Hexe, das muß man ihr lassen.“
„Wir sind zwar zu zweit, dennoch kann sie uns viel Ärger machen.“
„Wir brauchen einen guten Plan.“
„Ich war noch nie gut im Pläne machen. Am liebsten mag ich es, wenn ich mich einfach auf meinen Feind stürzen kann, ganz ohne Taktik.“
„Ich auch, doch in diesem Fall ist es nötig, wohl überlegt vorzugehen.“
In diesem Moment begann es zu schneien.
„Schnee! Wir haben doch erst Herbst! Ich dachte, in Gondor schneit es nie vor Ende Dezember und überhaupt sehr selten.“
„Anscheinend kommt der Winter in diesem Jahr sehr früh. Ein weiterer Grund die Sache schnell zu erledigen. Ich hasse Schnee!“
Große Flocken fielen vom Himmel, die bald den Boden mit einer fußhohen Schicht bedeckten und alle Geräusche dämpften. So entging es ihnen, daß ein Pferd heran kam, das schneller galoppierte als ihre eigenen. Es wurde lediglich noch von den vielen Biegungen des sich durch die Berge schlängelnden Weges verborgen. Jetzt tauchte es hinter einer Ecke auf, bevor die Frauen hinter der nächsten verschwanden. Der Reiter prallte zurück und ließ sein Pferd sofort wieder hinter die Kurve zurück weichen. Die Zwillinge hatten davon nichts bemerkt.
„Was soll das?“ brummte Gimli unter dem Umhang des Elben hervor, der ihn vor dem Schnee schützte.
„Vor uns reiten zwei Frauen, die zu Modos Leuten gehören“, erwiderte Legolas.
„Sicher?“
„Ja. Es sind die Zwillinge, von denen ich erzählt habe. Ihre Namen weiß ich nicht, aber ich erkenne sie ganz sicher wieder.“
„Vielleicht hat es doch etwas gebracht, wochenlang hier in diesen verfluchten Ausläufern des Gebirges herum zu irren. Ich hätte Aragorn den Kopf abgerissen, wenn wir umsonst die diese Kälte, Regen und jetzt sogar Schnee ertragen hätten.“
Legolas mußte schmunzeln: „Um Aragorn den Kopf abzureißen, hättest du aber erst an mir vorbei müssen.“
Gimli steckte den Kopf aus dem Umhang, um den Elben anzusehen, der sich jetzt halb im Sattel umgedreht hatte.
„Du willst dich wirklich mit mir schlagen? Kannst du haben. Mit so einem Spitzohr werde ich schon fertig.“
Die beiden warfen sich böse Blicke zu, dann mußten sie plötzlich lachen.
Gimli wurde als erster wieder ernst: „Wir sollten weiter reiten.“
„Nein, wir lassen ihnen noch einen kleinen Vorsprung, damit wir sie nicht einholen, bis sie ihr Ziel erreicht haben. Es ist schließlich kein Problem, ihrer Fährte zu folgen.“
„Wie lange willst du denn warten?“
„Nicht lange. Wir reiten gleich weiter.“
„Na, wenn du meinst. Du hast mehr Erfahrung mit Verfolgungen.“
Nach ein paar Minuten brachen sie wieder auf. Legolas ritt ab sofort äußerst vorsichtig. Bei jeder Biegung des Weges hielt er an, sprang vom Pferd und spähte um die Ecke. Hatte er sich überzeugt, daß die Frauen nicht Rast machten, ging es weiter. Gimli war gar nicht erfreut darüber, denn so war er ständig dem Schnee ausgesetzt, doch er sagte nichts, da er sich vor dem Elben nicht bloßstellen wollte. Dieser stieg bereits zum neunten Mal wieder in den Sattel. Dann meinte er: „Die Zwei haben es ganz schön eilig.“
„Woraus schließt du das?“
„Wir sind bereits heute Morgen auf ihre Fährte gestoßen. Schon dort war es zu sehen, daß die Pferde sehr schwerfällig gingen. Sie sind also die Nacht durch geritten und davor wahrscheinlich auch schon eine ganze Zeit, trotzdem machten sie keine Rast. Kein Wunder, daß wir sie so schnell eingeholt haben. Die Pferde müssen total erschöpft sein.“
„Warum mögen sie so hetzen?“
„Woher soll ich das wissen?“
„Die Herren Elben tun doch immer so, als wüßten sie alles.“
„Rede nicht so einen Unsinn.“
„Unsinn?“
„Die Elben wissen viel, doch wir haben nie behauptet, alles zu wissen.“
„Aber ihr tretet immer so auf.“
Legolas zog es vor, darauf nicht zu antworten. Der Zeitpunkt war ungünstig für einen Streit.
Zwei Stunden ging es schweigend weiter. Gimli fuhr erschreckt auf, als der Elb plötzlich zornig ausrief: „Sie hetzen ihre armen Tiere zu Tode!“
Doch so weit kam es nicht, denn nur kurze Zeit später erreichten die Frauen ihr Ziel. Legolas sah es, als er wieder um die Ecke lugte und ließ sein Pferd zurück traben und an einem fast zugefrorenen Bach ein paar Minuten entfernt stehen. Dann schlichen die beiden wieder zu den Frauen. Ein Felsblock bot ihnen Deckung, um die Hexen zu beobachten.

„Also, was machen wir?“ fragte Altana, nachdem sie sich kurz erholt hatten.
„Ich glaub, ich hab ’ne Idee. Wir verstecken uns im Gestrüpp, das den Eingang des Pfades verdeckt und schießen diese Schlampe nieder, sobald sie dort um die Ecke kommt. Wir müssen nur schnell sein, damit sie sich nicht zurück hinter die Biegung, die der Pfad leider gleich macht, retten können. Allein hat der Typ gegen uns keine Chance.“
„Die Idee ist gut.“
„Aber denke daran, daß dem Mann nichts passieren darf, sonst erlischt der Zauber.“
„Ja, klar. daran brauchst du mich sicher nicht erinnern.“
Gimli flüsterte dem Elben leise ins Ohr: „Wir müssen denen helfen, die dort kommen.“
Legolas nickte. Er hoffte nur, daß die Frau, die dort kam, nicht Aiko war. Diesen Gedanken konnte er nicht mehr abschütteln, denn es konnte nur eine Hexe gemeint sein und so viele weiße Hexen gab es in Mittelerde nicht. Oh nein, nur das nicht! Wer weiß, ob sie ihnen helfen konnten.
Der Zwerg unterbrach seine Überlegungen: „Was tun wir?“
Sein Freund sah sich kurz um. Er wollte gerade antworten, als Gimli eine ungeschickte Bewegung machte und ein Stein sich löste. Die Frauen wurden aufmerksam. Arlena zog blitzschnell eine Flasche aus ihrer Tasche und bevor die beiden Lauscher begriffen, was vorging, schleuderte sie sie gegen den Felsen, hinter dem die Zwei saßen, das Glas zerbrach und eine Flüssigkeit spritzte heraus. Es gab eine Explosion, die den Stein zersprengte. Legolas wurde zurück geschleudert, kam jedoch gleich wieder auf die Beine, Gimli hatte weniger Glück – ein kleines Teil des Felsens traf ihn an der Schläfe und er rutschte bewußtlos direkt vor die Füße der Frauen.
Arlena war zufrieden mit ihrem Werk und meinte: „Den anderen überlaß ich dir, Schwesterchen.“
Legolas spannte den Bogen und schoß einen Pfeil ab, doch Altana machte eine Handbewegung und der Pfeil fiel aus der Luft zu Boden und mit einer weiteren schnellen Handbewegung schleuderte sie den Bogen fort. Der Elb zog seine beiden Messer und lief auf die Frau zu. Er machte sich keine falschen Hoffnungen über die Chancen, die er gegen die Hexe hatte, aber ohne Gimli wollte er nicht fliehen. Altana blieb ruhig stehen und erwartete sein Kommen. Als er ihr fast auf Armeslänge nahe war, hob Altana die Handfläche und streckte sie ihm abwehrend entgegen. Legolas flog zurück, wobei ihm die Messer aus der Hand geschleudert wurden und fiel längs auf den Boden, die Arme und Beine vom Körper weit fort gestreckt. Altana hielt ihm weiter die Handfläche entgegen und ging langsam auf Legolas zu. Er fühlte, wie er gegen den Boden gepreßt wurde; es war, als wären unsichtbare Fesseln um seine Hand- und Fußgelenke gelegt. Es war unmöglich für ihn, sich zu bewegen, so sehr er es auch versuchte und sich gegen die unsichtbaren Fesseln sträubte.
Arlena ging hin, um ihn zu betrachten. Sie begann zu grinsen: „Sieh mal an, wen wir da haben!“
Ihre Schwester wurde aufmerksam, ob des spöttischen Tones: „Sag bloß, es ist der Elbenprinz.“
„Elbenkönig meinst du wohl. Sicher ist er das.“
„Das sagst du so einfach. Wir haben ihn doch nur einen kurzen Moment gesehen und diese blonden Elben schauen sowieso alle gleich aus.“
„Ich erkenne ihn trotzdem.“
„Sicher?“
„Ja, verdammt. Jetzt reicht’s.“
„Ist ja gut“, seufzte Altana.

In diesem Moment kamen Leandhra und Aragorn, viel früher als die Zwillinge erwartet hatten. Da sie einen Hinterhalt an dieser engen Stelle fürchteten, ließen sie vorher die Pferde stehen und schlichen tief gebückt vorsichtig um die Ecke, die zum Ausgang des Weges führte, Aragorn voraus. Durch das Gestrüpp, das den Pfad verbarg, konnten sie sehen, was geschah.“
„Sollen wir helfen? Das sind doch Freunde von euch nicht wahr?“ flüsterte Leandhra.
„Ja, das sind sie. Wir müssen unbedingt etwas tun.“
„Was?“
„Gute Frage. Ich kann dir gegen diese Hexen kaum helfen.“
Ein kleines Stück unter ihnen standen die Frauen und berieten, was nun zu tun sei.
„Ich denke, wir fesseln den Elben und nehmen ihn dann mit, wenn wir wieder verschwinden. Sein Pferd ist bestimmt in der Nähe, wir können ihn darauf fest binden. Wenn wir den Anderen wieder eingefangen haben, bringen wir sie beide zur Zuflucht. Modo wird sich sicher freuen, ihn gleich noch als Beigabe zu bekommen. Das gibt bestimmt eine schöne Belohnung zu uns.“
„Was machen wir mit dem Zwerg?“
„Der könnte bereits tot sein. Der Stein, der ihn traf, sah gefährlich aus. Aber wir brauchen ihn sowieso nicht.“
„Wir sollten auf alle Fälle sicher gehen, daß er tot ist.“
„Kein Problem“, meinte Arlena und zog ihren Revolver heraus.
Aragorn erkannte, daß er nur noch mit einer sofortigen Reaktion zu retten war.
„Schnell, schieß“, zischte er Leandhra zu.
Die Hexe gehorchte augenblicklich. Sie traf gut und Arlena brach sofort tot zusammen.
Altana vergaß den Elben, langte unter ihre Bluse und zog ihren Revolver heraus. Blindlings schoß sie voller Wut ins Gebüsch, in der Hoffnung zu treffen. Leandhra stieß einen Schrei aus, die Kugel hatte sie erwischt. Altana wollte einen zweiten Schuß abgegeben, doch sie kam nicht mehr dazu, denn in dem Moment, wo sie ihre Handfläche nicht mehr auf Legolas richtete, war dieser wieder frei. Er griff nach einem Messer und schleuderte es mitten ins Herz der Hexe. Der Elb sprang auf. Er kümmerte sich jetzt nicht um die Toten oder die, die im Gebüsch saßen, sondern sprang zu Gimli und untersuchte ihn. Erleichtert fühlte er einen Puls. Gimli war so zäh, wie ein Zwerg nur sein konnte und glücklicherweise nur bewußtlos. Legolas atmete auf. Jetzt konnte er an ihre mysteriösen Helfer denken, doch zuerst zog er seinen Mantel aus, um ihn als Kissen unter den Kopf des verletzten Zwerges zu legen, dann ging er zu seinen Rettern, um sich bei ihnen zu bedanken.
Als er die Zweige auseinander bog, erstarrte er vor Staunen. Endlich faßte er sich: „Aragorn, was machst du hier? Bist du doch noch auf die Suche nach der Fürstin gegangen?“ Doch der Mensch kümmerte sich nicht um ihn. Der Blick des Elben glitt jetzt über die Begleiterin des Königs. Nun erschrak er heftig. „Das ist doch Leandhra!!! Wieso bist du mit der zusammen?“
Aragorn antwortete immer noch nicht. Er preßte die Hand auf Leandhras Brust, Blut sickerte unter ihr hervor.
Der Elb erkannte, daß es keine Rettung gab. Er kniete neben seinem Freund nieder und legte ihm leicht die Hand auf die Schulter: „Warum seid ihr zusammen?“
Endlich antwortete der Mensch: „Sie hat mich gerettet.“ Das war alles, was er hervorzubringen mochte.
In diesem Moment öffnete die Hexe die Augen und blickte Aragorn an.
„Es tut mir leid“, sagte der Mann sanft.
Die Frau lächelte kurz.
„Ich werde versuchen, das Geschoß heraus zu holen.“
Daraufhin schüttelte sie den Kopf und antwortete mühsam: „Laßt nur, ich fühle, daß ihr mir nicht mehr helfen könnt. Vielleicht ist es besser so. Ich glaube nicht, daß ich wirklich gegen Modo kämpfen könnte. Ich wäre immer eine Gefahr für euch gewesen.“
„Ihr seid ein guter Mensch und hättet es verdient zu leben!“
„Ja, das hättet ihr“, sagte Legolas und er meinte es ehrlich, obwohl er sich nicht erklären konnte, was geschehen war, daß die Frau plötzlich seinem Freund half.
Leandhra versuchte noch einmal zu lächeln, dann wurden ihre Augen ausdruckslos. Sie war tot. Dem König rann eine Träne über die Wange. Er mußte sich eingestehen, daß er die Frau sehr gern gehabt hatte, besonders weil sie sein einziger Lichtblick in der letzten finsteren Zeit gewesen war. Der Elb strich die Augenlieder der Toten zu, dann legte er seinem Freund den Arm um die Schultern (eine Geste, die bei ihm undenkbar gewesen wäre, bevor er Aiko kennen gelernt hatte): „Erzähl mir, was passiert ist.“
Aragorn zögerte erst, doch schnell merkte er, daß es ihm gut tat, über seine Erlebnisse zu sprechen. Legolas hörte ruhig zu. Am Ende schwiegen sie gemeinsam eine Weile, bis sie ein leises Stöhnen hörten. Sie hatten Gimli ganz vergessen! Der Elb lief schnell zu ihm und half ihm, sich aufzusetzen.
Das ist ja wirklich mal wieder typisch! Ich liege hier halb tot und dich interessiert es überhaupt nicht. Mit dem Zwerg kann man’s ja machen... Was macht Aragorn denn hier?“
Der Mann war gerade in das Blickfeld Gimlis getreten.
„Es tut mir leid. Wir haben eine Tote zu beklagen, obwohl du es zuerst sicher nicht glauben würdest. Dazu mußt du erstmal hören, was Aragorn passiert ist.“
„Na, dann schieß mal los. Aber bitte leise. Mein Kopf fühlt sich an, als wäre er ein Metalleimer, auf dem jemand lustig herum trommelt.“

Am Abend fertigten sie Gräber für die Toten, indem sie Steinhaufen aufschichteten. Kleine Felsstücke waren hier glücklicherweise in Mengen zu finden, denn den gefrorenen Boden hätten sie kaum aufgegraben gekriegt, zumal ihnen dazu auch die Werkzeuge fehlten. Leandhras Grab lag getrennt von den beiden anderen und Gimli meißelte Runen in einen Stein, den sie oben auf das Grab legten, damit sie es wieder fanden, falls sie später mal in die Gegend kamen und es besuchen wollten. Aragorn stand mit geschlossenen Augen da und nahm Abschied.
Dann drehte er sich zu seinen Freunden um: „Ich bin sehr froh, daß du ihr mit deinen letzten Worten vergeben hast, Legolas.“
„Sie hat dich gerettet. Hätte ich da nachtragend sein sollen? Sie war sicher kein schlechter Mensch, sondern hatte nur das Pech, bei Modo geboren zu sein. Sérin in Sîdh.*“


*Ruhe in Frieden.

 

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