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Kapitel 9
Die Außerirdischen
Die Sonne ging strahlend über Bruchtal auf.
An einem Tisch in einem Zimmer saßen 4 kleine Gestalten.
Es war Bilbos Zimmer und er war einer der Hobbits am Tisch. Die
anderen 3 waren sein Neffe Frodo, der hierher gekommen war, um
ihn zu besuchen, zusammen mit Merry und Pippin, die ihn sozusagen
als Eskorte begleitet hatten. Die 4 waren sehr fröhlich,
sie scherzten und lachten. Offenbar machten sie sich keine Sorgen,
obwohl sie schon durch die Elben von den Ereignissen in Gondor
gehört hatten. Gandalf und Herr Elrond würden schon
wieder alles in Ordnung bringen, davon waren sie fest überzeugt.
Sie waren nur ein wenig enttäuscht, weil sie den edlen Elben
nicht angetroffen hatten. Nur um Stunden hatten sie ihn verpaßt.
Später saßen Frodo, Merry und Pippin ohne den alten
Hobbit an einem der vielen Kamine in Bruchtal.
„Wir haben zehn Tage hierher gebraucht und nun sollen wir
schon nach einer Woche wieder abreisen, Frodo?“ fragte Merry
überrascht.
„Ja, aber nicht nach Hause. Ich würde gern Aragorn
wiedersehen und auch Arwen, ach und all die anderen.“
„Aber wir wissen nicht, was in Gondor und Rohan vor sich
geht. Was ist, wenn wir unterwegs überfallen werden?“
erwiderte Merry
„Meinst du, es interessiert sich jemand für eine kleine
Gruppe Hobbits?“ warf Pippin dazwischen.
„Ja, das meine ich“, erwiderte Merry ärgerlich,
„und die Elben werden uns nicht gehen lassen.“
„Wir sagen einfach, wir wollten zurück ins Auenland.“
„So so. Gut, daß ich jetzt gewarnt bin“, sagte
eine sanfte Stimme hinter ihnen.
Sie fuhren herum.
„Daß ihr Elben euch immer so anschleichen müßt!“
murrte Merry.
„Wir können nichts dafür, das wir leiser sind
als andere Wesen. Ich hatte nicht die Absicht zu lauschen. Aber
ihr glaubt doch nicht ernsthaft, daß ihr einen Elben belügen
könnt.“
Die Hobbits sahen sich unbehaglich an.
Lächelnd setzte Glorfindel sich zu ihnen: „Ich glaube,
ihr versteht den Ernst der Lage nicht. Dieser Schwarzmagier hat
große Macht und überall seine Spione. Niemand weiß,
welch böse Tat er als nächstes plant. Das Reisen ist
gefährlich geworden, egal wohin.“
Die Hobbits schwiegen betroffen. Nach einer Weile fragte Frodo:
„Dann können wir auch nicht zurück nach Hause?“
„Wir werden sehen“, meinte Glorfindel freundlich.
Da erklärte Pippin plötzlich: „Ich bin ein Ritter
aus Gondor, Aragorn hat mich nur beurlaubt und nicht entlassen.
Wenn es in Gondor so schlecht steht, dann ist es meine Pflicht,
dorthin zu gehen.“
„Dasselbe gilt für mich und Rohan“, fügte
Merry schnell hinzu.
Der Elb sah ihn überrascht an: „Was meint ihr, könnt
ihr ausrichten?“
„Wer kann das Wissen?“ gab Merry zurück.
„Allein möchte ich nicht zurück bleiben“,
sagte Frodo ärgerlich. Von Abenteuern hatte er mehr als genug,
doch ohne ihn sollten seine Verwandten nicht gehen.
Glorfindel runzelte die Stirn: „Ihr wißt nicht, worauf
ihr euch einlaßt.“
„Nicht?“ fragte Merry. „Wir haben mit diesem
Modo schon zu tun gehabt. Ich z.B. bin mit einem Schlafzauber
belegt worden. Außerdem: Schlimmer als im Ringkrieg kann’s
wohl kaum werden.“
Der Elb seufzte und blickte kopfschüttelnd in die Runde.
Dann sagte er: „Wenn ihr euch nicht durch gute Worte abhalten
laßt, dann erlaubt wenigstens, daß ich euch begleite.“
„Das würde uns sehr freuen“, erklärte Frodo
aufrichtig.
„Wann brechen wir auf?“ fragte Pippin, der es kaum
erwarten konnte. Bei den letzten Abenteuern gegen Modo hatte er
nicht dabei sein können, jetzt brannte er darauf, das wieder
wett zu machen.
„Morgen früh“, antwortete Glorfindel, wobei seine
schöne Stimme recht resigniert klang.
Kurz darauf verließ er sie und die Hobbits gingen in ihre
Zimmer, um zu packen und dann schlafen zu gehen, damit sie morgen
früh munter waren. Nur Frodo ging noch einmal zu Bilbo, um
sich zu verabschieden.
„Das ist schade, mein Junge. Ich hatte gehofft, du bleibst
noch länger.“ Mit diesen Worten nickte der alte Hobbit
ein und Frodo schlich leise hinaus.
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Aiko stand seit fast 2 Stunden Wache. Sie gähnte, denn sie
war sehr müde. Die letzten Tage waren sehr anstrengend gewesen.
Sie hatten mit Modo Katz und Maus gespielt, um diesen beschäftigt
zu halten, damit er nicht auf die Idee kam, Gondor anzugreifen.
Die Maschinenpistolen würden zwar wahrscheinlich nicht ausreichen,
um Minas Tirith zu erobern, aber sie konnten damit entsetzlich
unter dem Volk wüten.
Doch wie sie wirklich mit den Orks fertig werden sollten, darüber
waren sie sich noch immer nicht recht im Klaren. Jetzt kam Arne,
um sie abzulösen. Immerhin 3 Stunden konnte sie noch schlafen,
dann ging es wieder weiter. Die Orks konnten nicht mehr weit hinter
ihnen sein. Nach etwa 4 Stunden Fahrt stieß plötzlich
der Fahrer des ersten Wagens einen lauten Warnruf aus. Kurz darauf
erreichten sie einen Fluß, der quer zu ihrer Richtung verlief.
„Wo sind wir?“ fragte Corinna.
Arne nahm eine Karte heraus: „Der Fluß ist hier nicht
eingezeichnet.“
„Kein Wunder. Die Karten, die im Westen gezeichnet werden,
sind im Osten immer ungenau und fehlerhaft.“
„Was machen wir jetzt?“ fragte jemand.
„Wir können uns nur zur Seite wenden und dem Fluß
folgen.“
„Genau das will Modo höchstwahrscheinlich erreichen“,
sagte Salim düster. „Ich wette, wir werden bald auf
einen Seitenarm stoßen, der uns den Weg versperrt und wir
dadurch gefangen sind. Modo scheint sich hier auszukennen und
uns geschickt zu lenken."
„Möglich, daß du recht hast“, erklärte
Arne.
„Wir sollten also den Fluß mit Hilfe unserer Magie
überqueren, auch wenn das viel Zeit kostet.“
„Dem Gegner sicher noch viel mehr. Orks hassen Wasser und
können gewöhnlich nicht schwimmen.“
„Ich habe eine bessere Idee!“ rief da eine Hexe plötzlich.
„Was schlägst du vor?“ fragte Corinna erstaunt.
„Wir haben hier zum ersten Mal viel Wasser. Und ich kann
das Wasser beherrschen. Wenn ihr mich unterstützt, dann könnten
wir die Uruk- hai vernichten.“
„Eine prima Idee!“ rief Salim, die sofort ahnte, was
die Hexe vorhatte und alle schlossen sich an.
Damit die Wagen nicht vom Wasser ergriffen werden konnten, brachte
man sie trotzdem zunächst über den Fluß, ein anstrengendes
Unternehmen, denn man hatte keine Zeit Flöße oder ähnliches
zu bauen. Jeder Magier erschuf eine unsichtbare doch äußerst
stabile Sprosse einer Brücke. Dann lenkte man die Geländewagen
hinüber, was keine Kleinigkeit war, da man ja nicht sah,
worüber man fuhr und wie breit der Weg war. Salim ging währenddessen
auf Kundschaft. Gerade hatten sie den letzten Wagen ans andere
Ufer gebracht, da kam sie zurück.
„Sie werden in etwa zehn Minuten hier sein.“
„Dann müssen wir uns beeilen. Wie breit ist das Heer?“
Sie postierten sich so, daß sie rechts und links der Reihen
der Orks stehen würden. Dann begann die Hexe, die für
Wasserzauber begabt war und Marla hieß, mit dem Zaubern.
Sie begann aus dem Wasser Frauenfiguren zu formen, gläserne
filigrane Mädchen, die auf dem Wasser standen.
Man mußte nicht lange warten, bis die Orks auftauchten.
Da sie in Büschen steckten, konnten die Uruks sie nicht sehen,
doch sie rochen sie und stürzten begeistert vorwärts,
in dem Glauben, die Feinde seien in die Falle gegangen. Und dann
begann Marla die magischen Zauberworte zu sprechen, in der geheimen
Sprache der Magier. Die anderen fielen mit ein und ein beschwörender
Singsang hallte durch die Gegend. Die Orks hielten verwirrt an
und blickten sich nach ihren Herren um, aber die waren fort.
Und dann setzten sich die Wassermädchen in Bewegung. Sie
erhoben sich in die Lüfte und begannen auf die Orks zuzufliegen,
immer schneller und Fluten wie einen Schweif hinter sich herziehend.
Die Orks schrien entsetzt auf und versuchten zu fliehen, doch
vor den Wassermassen, die auf sie einstürzten, gab es kein
Entkommen.
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Modo hatte sich nach dem Verlust seines Heeres wieder ins Lager
zurück gezogen und sich dort verschanzt. Als die Orks ihm
zuriefen, sie würden die Feinde riechen, hatte er sofort
Verdacht geschöpft, denn aus welchem Grund sollten diese
auf sie warten, außer um sie zu vernichten. Er und die anderen
Menschen waren sofort umgekehrt und hatten sich davon gemacht.
Die Magier waren ihnen gefolgt und Salim war wieder einmal mit
Arne auf Kundschaft. Jetzt kamen sie zurück.
„Wir konnten immer noch nicht feststellen, was das für
Gebäude da in der Mitte des Lagers sind, doch wir sollen
es unbedingt heraus finden, denn für Modo scheinen sie sehr
wichtig zu sein, jedenfalls mag er es nicht so einfach aufgeben.
Doch mit der Erforschung der Gebäude müssen wir erstmal
abwarten. Wir haben etwas wichtigeres zu tun.“
„Was habt ihr erfahren?“
„Modo hat 2 neue Hexen. Wir hörten, wie zwei der nicht-
magischen Diener darüber sprachen. Sie sind jetzt auf dem
Weg hierher. Wir sollten versuchen, sie zu fangen.“
„Einverstanden.“
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Die Zwillinge Arlena und Altana hatten inzwischen die Braunen
Lande vor Mordor erreicht. Sie waren also nicht mehr allzu weit
vom verabredeten Treffpunkt entfernt und trieben ihre Pferde unbarmherzig
an, denn in 2 Tagen wollten sie endlich dort sein. Plötzlich
hielt Arlena ihr Pferd an.
„Was ist?“ fragte ihre Schwester.
„Ich weiß nicht recht. Ich habe irgendwas gehört.“
Sie lauschten einen Moment in die absolute Stille dieses toten
Landes.
„Da ist nichts! Du mußt dich getäuscht haben“,
meinte Altana schließlich ungeduldig. „Wir sollten
weiter reiten.“
Doch ganz wohl war beiden irgendwie nicht bei der Sache und so
ließen sie ihre Pferde erstmal nur im Schritt gehen und
sahen sich aufmerksam um.
„Es ist lächerlich, was wir hier machen. Es gibt hier
auf Meilen nichts und jedes andere Lebewesen kann man schon von
Weitem sehen“, meinte Altana schließlich kopfschüttelnd.
„Aber wir sind in der Nähe der Totensümpfe. Siehst
du dieses verschwommene Grau dort hinten. Das sind sie. Irgendwie
unheimlich.“
„Ach, das sind mindestens noch 2 Meilen bis dorthin. Wir...“,
sie stockte plötzlich, denn die Umgebung verschwamm vor ihren
Augen. Sie blinzelte verwundert, doch wieder verschwamm alles,
diesmal etwas länger. Sie blickte zu ihrer Schwester und
konnte diese nur noch wie durch einen Schleier wahrnehmen.
„He, verschwimmt auch alles vor deinen Augen?“
„Irgendwie schon. Was ist das bloß?“
„Ein Verschleierungszauber!“ rief Altana, der plötzlich
ein Licht aufging. „Das ist eine Falle! Wir müssen
weg und zwar schnell!“
Sie warfen ihre Tiere herum und galoppierten davon. Sofort hörten
sie hinter sich Motorengeräusche und als sie sich umblickten,
sahen sie, daß ihnen Autos folgten.
„Verdammt, was machen wir?“ rief Arlena panisch ihrer
Schwester zu.
„Sofort nach links abbiegen! Wir haben einen kleinen Vorsprung
und die Totensümpfe sind nicht weit.“
Es waren tatsächlich nur 2 Meilen bis zu den Totensümpfen
und die Wagen waren ein ganzes Stück hinter ihnen. Zuerst
konnten die Frauen sie geradeso in der Ferne ausmachen, doch sehr
schnell kamen sie näher. Das Land eignete sich hervorragend
zum schnellen Fahren, da es absolut eben war und kaum Steine herum
lagen. Aber einer dieser wenigen Steine zerschlitzte leider einen
Reifen eines Geländewagens, glücklicherweise hatte der
Fahrer gerade ein wenig abgebremst, so daß er es schaffte,
den Wagen zum stehen zu bringen, ohne daß er sich überschlug.
Die anderen verlangsamten danach ihr Tempo ein wenig, ihre Sicherheit
ging denn doch vor. Das war die Rettung der beiden Hexen, denn
sie erreichten die Sümpfe kurz bevor ihre Feinde so nahe
waren, daß sie sie mit Zaubern erreichen konnten. Die Frauen
sprangen von den Pferden und verschwanden im Nebel.
Kurz darauf hielten Aiko, Salim und die Anderen bei den Pferden.
Diese waren so erschöpft, daß sie nicht mehr fort liefen,
trotz des lauten und völlig ungewohnten Motorengeräusches.
„Hat keinen Zweck, sie in den Mooren zu verfolgen“,
erklärte Arne.
Corinna nickte: „Wer weiß, ob die beiden überhaupt
wieder raus kommen. Wir haben ganz schönes Pech gehabt. Wenn
sie den Verschleierungszauber nur wenige Schritte später
bemerkt hätten, wären sie nicht mehr raus gekommen.“
„Wir können’s nicht ändern“, erklärte
Aiko seufzend.
„Aber es ist wirklich dumm. Hat sie wenigstens jemand so
gesehen, daß er sie gut beschreiben kann? Falls sie es doch
schaffen, da raus zu kommen.“
„Braune Haare, ansonsten war leider nichts zu erkennen.“
„Verflucht. Immerhin haben wir jetzt 2 Pferde. Wenn wir
aus Gondor Hilfe holen wollen, ist das ein großer Vorteil,
denn wir können dort schlecht in den Wagen auftauchen. Das
würde die Bewohner wohl ein wenig erschrecken.“
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Die Zwillinge indessen irrten völlig hilflos in den Sümpfen
herum. Keine von beiden war darin groß bewandert, in der
Natur die Richtung zu halten und hier in den Nebeln war es für
sie schlicht unmöglich. Wenn sie sich in die Mitte der Sümpfe
verirrten, dann waren sie verloren, hier am Rande gab es noch
nicht so viel Morast wie tief im Inneren. Seit 4 Tagen irrten
sie kreuz und quer durch diese lebensfeindliche Gegend. Bisher
hatten sie keine Lichter gesehen, sie waren also noch nicht in
die Mitte der Moore geraten, aber inzwischen ging ihnen der Proviant
aus.
„Hier werden wir niemals wieder raus finden“, sagte
Arlena plötzlich mutlos.
Altana zuckte zusammen, sie hatten schon seit 2 Tagen geschwiegen
und daher war die Hexe ein wenig erschreckt. Jetzt meinte sie:
„So schnell dürfen wir nicht aufgeben.“
„Wir haben nur noch ein paar Kekse und das Wasser reicht
höchstens bis übermorgen, wenn wir sparsam sind. Oder
meinst du, die stinkende Brühe hier kannst du gefahrlos trinken?“
„Sei lieber froh, daß wir die Eßsachen und das
Wasser in die Umhängetaschen gepackt hatten. Wären sie
in den Satteltaschen gewesen, dann hätten wir jetzt überhaupt
nichts.“
„He, ist da vorn nicht Licht?“ meinte Arlena plötzlich.
„Oh nein! Das heißt, daß wir in die Mitte der
Sümpfe geraten sind!“ rief ihre Schwester entsetzt.
„Nein! Die Totenlichter sollen wie Fackeln sein, aber das
da vorne sieht anders aus.“
Erst jetzt schaute Altana genauer hin. Der Lichtkegel war tatsächlich
sehr weiß, wie von einer überdimensionalen Taschenlampe.
„Vielleicht sind das unsere Feinde!“ meinte Arlena
ängstlich.
„Ich weiß nicht. Ich glaube eher nicht, daß
sie uns gefolgt sind, sondern sich darauf verlassen haben, daß
wir hier zugrunde gehen.“
„Aber was mag das sein?“
„Außerirdische sind’s bestimmt nicht. Wir sollten
uns das mal näher ansehen.“
Sie gingen auf die Lichtquelle zu.
„Bleib mal stehen“, meinte Altana auf einmal.
„Was ist?“
„Das Licht bewegt sich und zwar in unsere Richtung.“
Sie warteten mit stockendem Atem. Der strahlende Kegel kam immer
näher und begann sie stark zu blenden, so daß sie die
Hände schützend vor die Augen hielten. Jetzt war das
Licht ganz nahe.
„Endlich, da sind sie ja“, sagte plötzlich eine
Frauenstimme. „Seht nur, was sie für Gesichter machen.
Wahrscheinlich halten sie uns für Aliens!“
Ein lautes Lachen von mehreren Stimmen erscholl.
„Wer ist da?“ riefen die Zwillinge gleichzeitig.
„Ich bin’s Modo“, erklang es jetzt.
„Gott sei Dank!“ Die beiden atmeten auf.
Jetzt standen die anderen direkt vor ihnen und sie konnten sie
dadurch erkennen, daß das Licht jetzt nach oben und nicht
mehr auf sie gerichtet war. Leandhra hielt eine kleine Taschenlampe,
die aber ein enormes Licht ausstrahlte, neben ihr stand Modo und
hinter ihnen noch ein paar Diener.
„Wie habt ihr uns gefunden?“
„Habt ihr vergessen, daß ihr einen kleinen Sender
dabei hattet, damit wir immer sehen konnten, wo ihr euch gerade
befindet? Zuerst dachten wir, das Teil ist kaputt, als es anzeigte,
daß ihr in den Totensümpfen seid.“
„Das hatten wir tatsächlich vergessen. Aber findet
ihr hier auch wieder raus?“
„Natürlich!“ antwortete Modo, „deshalb
bin ich ja mitgekommen oder meint ihr nicht, daß ich besseres
zu tun habe, als hier im stinkendem Morast herum zu stiefeln?“
„Na, wie gut, daß ihr auf keinen eurer magischen Mitarbeiter
verzichten könnt“, meinte Arlena.
Modo mußte lachen: „Ganz richtig.“
Sie machten sich auf den Rückweg aus den Sümpfen.
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Während Modo fort war, war es Salim und Arne endlich gelungen,
in die geheimnisvollen Gebäude im Inneren seines Lagers vorzudringen.
Jetzt verstanden sie, wo die vielen Orks herkamen, denn diese
Hallen waren eingerichtet, um die Orkzucht zu optimieren und man
war bereits dabei an einer neuen Armee zu arbeiten. Diese Gebäude
mußten unbedingt zerstört werden, doch bevor sie das
tun konnten, war Modo wieder zurück. Er schützte die
Gebäude durch einen Zauber vor allen magischen Angriffen.
Man konnte also nur noch mit Gewalt vorgehen. Und dazu war so
eine kleine Gruppe natürlich völlig ungeeignet, man
brauchte dringend eine Armee und zwar möglichst schnell,
denn wenn man zu lange wartete, dann konnte Modo wieder genug
Orks züchten, um sich zu verteidigen. Der klägliche
Rest der Uruks, der im Lager geblieben und so der Vernichtung
entgangen war, begann Verteidigungsanlagen aufzubauen.
Hilfe konnte nur aus Gondor kommen. Daher wurde Aiko auf einem
der erbeuteten Pferde dorthin geschickt, um Hilfe zu holen.
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