4. Von Lórien den Ânduin hinunter...

Es herrschte Aufbruchsstimmung im Walde Lórien. Galadriel, Herrin aller grünen Breitmaulfrösche von ganz Mittelerde, schnürte gerade die Lunchpakete der acht Gefährten zusammen,als Celeborn, ihr inkontinenter Gatte, enthusiastisch die Tür aufriss und ihr mitteilte das der Mallornbaum fertig geschmückt sei (Bei den Elben hatte sich im Laufe der Jahrtausende ein bestimmtes Ritual eingebürgert. Eigentlich war es schon fast gar kein Ritual mehr, sondern eher ein zusammenfinden mehrerer dem Alkohol freundlich gesinnter Individuen die sich, mit dem Ziel ihr erbärmliches ewiges Leben wenigstens für einen verdammten Abend zu vergessen und nebenbei auch Zuflucht vor ihren nörgelnden Lebensabschnittsgefährtinnen (Dieses Wort gewinnt vor dem Hintergrund der Ewigkeit ganz neue Ausmaße), ihre Leber mit hochprozentigem Selbstgebrannten zu zersetzen um sich nachher nackt von irgendwelchen Bäumen zu stürzen und der festen Ansicht zu sein, man wäre der Gott der Welt, nur um später mit hochrotem Kopf die Schadensersatzforderungen zu unterschreiben und zu beteuern man könne sich an nichts erinnern - kurz, ein Fest. Dieses bestimmte Fest wurde nur dann gefeiert wenn es kalt war und schneite. Man schmückte einige Bäume ( In Lórien die 30 Meter hohen Mallornbäume,was natürlich ein kompliziertes Verfahren war. Das war einer der Gründe weswegen dieses Fest nur einmal im Jahr stattfand), verpackte einige unnütze Gegenstände in kitschiges Geschenkpapier und versucht zum erbrechen mit dem Rest seiner schrecklichen Verwandtschaft auszukommen. Man nannte es Weihnachten, und es lag einigen heiligen Ursprüngen zu Grunde, an die sich aber keiner erinnern konnte (oder wollte).).
Die Gefährten standen bibbernd im Schnee und froren sich die Fußspitzen ab,was, vor allem für die Hobbits, wahnsinnig unkomfortabel zu werden schien.

Frodo: Och Mensch, es ist kalt, wir frieren uns hier die Fußspitzen ab, was vor allem für uns Hobbits wahnsinnig unkomfartabel zu werden scheint!

Galadriel: Nanana, keine Bad vibrations an Weihnachten, ja? Ihr habt Celeborns Weihnachtsgans überlebt...

Celeborn: Hey...

Galadriel: ...also kriegt ihr das hier auch noch hin. Im Übrigen, jetzt ist Bescheeeerung *hüpf*

Boromir: Na klasse...

Galadriel: Und danach könnt ihr meinetwegen gehen. Aber wenigstens Weihnachten will ich in angenehmer Gesellschaft verbringen *zu Legolas schiel und zwinker*

Aragorn: Wird auch Zeit das wir aus diesem Dreckswald rauskommen,wir sitzen hier schon seit Wochen fest...

Gimli: Das lag alles nur an diesem trotteligen Fan Fiction Autor,der zu faul war um weiter zu schreiben...

Stimme aus dem Off: Ey, pass auf was du sagst! Es ist schließlich Weihnachten!

Aber die schlechte Laune war bald verflogen, denn nun war Bescheeeerung *vor Enthusiasmus freudig auf und ab hüpf* Ähem, ich meine es war Zeit die Geschenke zu verteilen. Galadriel hatte sich etwas besonders Tolles (und geschmackloses) für die Gefährten ausgedacht. Sie hatte lange darüber gegrübelt und war dann zu dem Schluss gekommen das es nur eins gibt was man auf einer langjährigen Reise in seinen sicheren Tod gebrauchen kann: Bademäntel aus 50% Baumwolle und mit einem geringen Polyesteranteil! In ihrem Freudentaumel über die gelungene Überraschung gelang es ihr sogar die wenig begeistert ausschauenden Gesichter der Gefährten gar nicht wahrzunehmen.

Boromir: Oh toll... Bademäntel. Tja... ähm, sowas kann man immer gebrauchen. Ohh, in Flieder... diesen Farbton kann ich ja auch so... unheimlich... gut... tragen *knirsch*

Galadriel: Und für dich Frodo, gibt es noch eine ganz besondere Überraschung!

Frodo: Oh Eru... nein!

Galadriel: Ich dachte mir, bei deiner Reise in dieses dunkle,dunkle Land gibt es nur eins was man gebrauchen kann.

Gimli: *zu Aragorn flüster* Jetzt kommts.

Galadriel: Ne Taschenlampe!

Frodo: Oh ich... ähm... danke?

Galadriel: Na ja,ich dachte ja erst an sowas wie eine kostbar gearbeitete Phiole, gefüllt mit dem Licht unseres Glückssterns, Earendil, aber das ist ja so wahnsinnig unpraktisch und überhaupt... *plapper laber*

Boromir: Ist ja klasse das alles, aber können wir nun ENDLICH gehen?

Gimli: Moment noch bitte *zu Galadriel schleich* Sie gestatten? *drei ihrer blonden Haarsträhnen rausreiß*

Galadriel: Aua!!! Verflucht noch mal, was soll das denn? Wenn ich dich erwische du, duuuu...

Gimli: *im vorbeirennen zu Legolas flüster* Hihi, die verkauf ich für viel Geld auf dem Schwarzmarkt.

Legolas: Oh Gott! Hätte ich auf meinen Vater gehört wäre ich jetzt ganz weit weg und würde Briefmarken abstempeln...

In diesem Moment beschlossen alle Gefährten, dass es nun das Beste wäre sich höflich zu verabschieden, bzw. die Beine in die Hand zu nehmen und zu rennen! Haldir war darüber nicht sehr erpicht, zu sehr gefiel ihm Aragorns wohlgeformte Hinteransicht. Niedergeschlagen saß er in seiner rosanen Hängematte, schlürfte rosanen Sekt und weinte kleine, rosane Tränen.
Die Gefährten aber nun dachten sich, dass eine Seefahrt doch irgendwie witziger sein könnte und entwendeten Lóriens High-Tech Kanus um den Anduin runterzuschippern. Leider vergaßen sie dabei total, dass keiner von ihnen so wirklich Kanufahren konnte, was zu einigen Problemen führte.

Legolas: ...und dieses lange, krumme Ding, das du da hast? Wie nennt man das? Mensch Gimli, deins ist aber verdammt groß!

Gimli: Findest du? Da bin ich auch ziemlich stolz drauf!

Legolas: Das kannst du auch, mein Freund. Meins kommt mir kleiner vor...

Gimli: Es kommt doch nicht auf die Größe an, sondern auf die Technik!

Legolas. Ja, du hast recht. Guck mal, wenn ich es hier reinstecke...

Aragorn: Legolas! Nimm sofort den Paddel aus Frodo's Hose! Himmelherrgottnochmal, ich bin nur von Idioten umgeben!

Wütend greift er sich sein Paddel, steigt ins Boot, rutscht aus und landet mit einem perfekten Bauchplatscher im Anduin.

Boromir: Oh Gott, hätte ich Faramir damals doch nicht das Abführmittel in den Kaffee geschüttet! Dann würde ich gemütlich in Gondor sitzen und er müsste sich mit diesen Schwachmaten herumschlagen...

Frodo: Ich bin für Weiterfahrt!

Und da war er der Einzige. Aber ob sie wollten oder nicht, die Gefährten sprangen alle wahnsinnig motiviert in diese "ausgebeulten, aus Holz bestehenden und auf dem Wasser treibenden Dinger", wie Sam sie beschrieb und nach einigen Stunden üben verstanden sie auch wofür die krummen,langen Holzstücke da waren, zogen die klatschnassen Hobbits, die sie als Paddelersatz verwendet hatten, aus dem Wasser und setzten, wieder mobil, ihre feuchte Reise fort.

Nach einigen, mehrstündigen (und unbedingt notwendigen) Pausen kamen sie in die reißenden Stromschnellen. Die Kanus wurden hin- und hergerissen,Pippin hatte Tang in den Haaren, Frodo hing über der Rehling und konnte genau studieren was er zum Frühstück gegessen hatte und Gimli klatschte ein vorwitziger Karpfen ins Gesicht. Plötzlich sprang Aragorn auf, wobei fast das Boot kenterte, wofür er einige Kopfnüsse von Frodo verpasst bekam, und zückte, ganz nach Japanischer Tourist-Manier seinen Fotoapparat und knipste drauflos.

Sam: Verflucht nochmal, Aragorn, was soll der Mist?

Aragorn: Aber, aber da...

Frodo: Setz dich gefälligst wieder hin, du weißt genau das ich nicht schwimmen kann!

Aragorn: Aber, aber, schaut doch mal, da sind...

Boromir: Aragorn! Benimm dich endlich mal Altersgemäß und setz dich hin!

Aragorn: Aaaber, da sind die Argon...

Merry: Verdammt, euer Boot wäre gerade fast mit unserem kollidiert! Jetzt reiß dich mal am Riemen, du Möchtegernkönig!

Aragorn: Wenn ihr nur eine Sekunde nach oben schauen würdet...

Gimli: Jetzt reichts! Schnappt ihn euch und bringt ihn zum schweigen!

Im allgemeinen Tumult der dreifachen Bootkarambolage, bei der man verzweifelt versuchte Aragorn zum hinsetzten zu bewegen, kam niemand auf die Idee den Kopf zu heben und sich die riesigen, monumentalen, einmaligen und unbedingt sehenswerten 35 Meter hohen Statuen anzuschauen, die vor tausenden von Jahren in eintöiger und schrecklich mühseliger Kleinstarbeit von einem gelangweilten Minenarbeiter in den massiven Fels gehauen wurden, dessen einzige Hilfsmittel ein dreißig Zentimeter großer Spachtel und seine Fingernägel waren. Sie stellten die größten, schönsten und wohlfrisiertesten Könige der Altvorderenzeit dar und hörten auf den malerischen Namen Argonath. Seelenruhig trieben die Boote an diesen Kunstwerken vorbei und jeder in der Gemeinschaft fand es interessanter Aragorn mit seinem Paddel zu verhauen als dem unbezahlbaren Anblick dieser Monumente zu fröhnen.
Und so hörten sie auch nicht das monotone "Platsch-Platsch",das von mit schwimmhäuten versetzen Füßen die auf schlammiges Wasser auftrafen ausging. Es waren Gollums Füße, die diese Geräusche verursachten und es war auch Gollums glitschiger Körper der sich wie wahnsinnig an einen Baumstamm klammerte, da er es nie dazu gebracht hatte den Freischwimmer zu machen.

Gollum: *blubb* Moria, das ging ja noch. *blubb* Die Orks, okay, meinetwegen. *blubb* Der Balrog, heiß, aber noch zu ertragen. *blubb blubb* Der Hippiewald, hart, aber ich habs überstanden. *blubber* Scheiße, hätte ich doch schwimmen gelernt anstatt mit meinem blöden Kahn über den unterirdischen See zu schippern!! *röchel*

Eines Nachts schreckte Pippin aus seinem unverdienten Schönheitsschlaf auf, weil er glaubte Schritte gehört zu haben. Schwere Schritte, von hässlichen Füßen, die in eisenbeschlagenen Stiefeln steckten. Er richtete sich auf, schob seine Lockenwickler zurecht und rieb sich die müden Äuglein.

Pippin: Nichts... nur der Anduin, der Mond, Gollum der sich an einen Baumstumpf klammert, die Kanus, ET, Legolas, Marilyn Monroe, Aragorn, Boromir der versucht Frodo den Ring zu klauen und eine Horde Uruk-Hai, die Saruman höchstwahrscheinlich in seinem unterirdischen Labor gezüchtet hat um uns zu finden und zu Brei zu verarbeiten, da sie größer und stärker als normale Orks sind, sein Zeichen auf ihrer Brust tragen und uns wahscheinlich schon seit einigen Tagen folgen. Hm, ich muss geträumt haben, na dann... *schnarch*

Die weitere Reise verlief ereignislos. Die Boote wären zwar nur fast die Rauros-Fälle heruntergesegelt doch mit den vereinten Superkräften der Gefährten (eigentlich hatten sie sich nur vereint um Merry ins Wasser zu schmeißen, ihn vor die Boote zu spannen und sich von den Wasserfällen wegziehen zu lassen.) gelang es ihnen ihr Leben und auch den viel unwichtgeren Ring zu retten. Nach dieser Aufregung (fast wären Gimlis gestohlene Haarsträhnen nass geworden *schock*) kamen sie überein, dass es Zeit für eine Pause wäre. Eine lange Pause.

 

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