David Wenham

Der Konflikt zwischen Faramir und Denethor, seinem Vater, gehört zu den Schlüsselmomenten der Episode „Die Rückkehr des Königs“. Für Peter Jackson kam einzig David Wenham für die Rolle des mutigen Faramir in Frage. David, der von Natur aus eher still und reserviert ist, kommt an dieser Stelle auf das Abenteuer „Der Herr der Ringe“ zurück.

Wie hast Du die Rolle von Faramir erhalten?

Peter Jackson hat mich in einem australischen Film mit dem Titel „The Boys“ bemerkt und mir mitgeteilt, daß er mich gerne für eine Rolle in der Trilogie engagieren würde. Ich habe trotzdem an einem Casting teilgenommen, bei dem ich dann ausgewählt wurde. Ich habe das Glück gehabt, denn mehr hat es nicht gebraucht, um die Rolle zu erhalten...


Hattest Du damals bereits die Trilogie von Tolkien gelesen?

Ehrlich gesagt nicht. Ich hatte bereits davon gehört und versucht, sie zu lesen, bin aber nicht sehr weit gekommen, da es mir nicht gelang, richtig in diese äußerst komplizierte Geschichte einzusteigen. Es gab so viele unterschiedliche Figuren, daß ich völlig durcheinander gekommen bin! (Lachen) In einem zweiten Anlauf habe ich es dann allerdings geschafft.


In den Büchern von Tolkien gibt es eine Liebesgeschichte zwischen Faramir und Eowyn, in der Episode „Die Rückkehr des Königs“ ist allerdings keine Rede davon. Was denkst Du darüber?

Keine Sorge, sie werden diese Szenen sehen. Peter hat geplant, sie in eine lange Version des Films aufzunehmen. Wir haben sie nämlich gedreht. Z.B. das erste Treffen zwischen Eowyn und Faramir in den Häusern der Heilung, wo sie hingebracht werden, um ihre Wunden zu heilen. Peter Jackson hat bei der Bildmontage gezögert und sich letztlich dazu entschieden, sie in die lange Version des Films einzuarbeiten. Dort sieht man, wie sich Eowyn und Faramir ineinander verlieben und dann heiraten...


Warum haßt Denethor, Faramirs Vater, Deiner Meinung nach seinen Sohn so sehr?

Es gibt da mehrere Erklärungsversuche. Meiner Meinung nach ist Denethor auf Gandalf eifersüchtig, da er immer eine tiefe Freundschaft zu Faramir hegte. Denethor kann den Gedanken nicht ertragen, daß sein Sohn eine andere Vaterfigur bevorzugt. Aus diesem Grund hat er sich Boromir genähert und seinen anderen Sohn fallen lassen...


Was sind für Dich die interessantesten Facetten an Faramirs Persönlichkeit?

Er ist sehr gewissenhaft und verfügt über viel gesunden Menschenverstand. Er ist weniger Impulsiv als sein Bruder. Tolkien hat in seinen Büchern eine sehr schöne Passage geschrieben, in der er berichtet, daß Faramir nie grundlos getötet hat. Faramir ist ein Mann, vor dem man einfach Respekt haben muß...


Konntest Du schon vor der Trilogie gut reiten?

Nein, kein Stück. Ich komme aus Australien und dort gibt es sehr wenig Pferde und noch weniger Leute, die reiten können. ich habe es deshalb erst lernen müssen. Ich habe übrigens drei Filme hintereinander gedreht, in denen ich reiten mußte. Ich glaube, daß ich inzwischen ein guter Reiter geworden bin.


Wenn Du an die Dreharbeiten von „Der Herr der Ringe“ zurückdenkst, welche Bilder gehen Dir dann als erstes durch den Kopf?

Peter Jackson bei der Arbeit: Er ist wie ein General, der seine Armee in den Kampf führt. Es ist gleichzeitig beeindruckend und beruhigend, wenn man einen Regisseur hat, der seinen Film – vor allem bei dieser Größe – völlig unter Kontrolle hat. Ich glaube, daß er der ideale Mann war, um einen derartigen Film zu realisieren. Ich bin stolz auf seine Arbeit.


Du warst bei vielen Filmpremieren der Episode „Die Rückkehr des Königs“. Nimmst Du gerne an solchen Events teil?

Ehrlich gesagt, ist das nicht so ganz mein Ding. Ich zeige mich nicht gerne in der Öffentlichkeit. Viele denken, daß diese Events sehr in sind, aber ich verbringe meine Freizeit lieber mit meinen Freunden oder meiner Freundin, als vor mir den roten Teppich ausrollen zu lassen...

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