„Ich hätte auch ein Pferd gespielt“

Eine richtige Hauptrolle – In „Fluch der Karibik“ zeigt Orlando Bloom, was er draufhat: mehr!

Der Schöne ist ein Biest: Orlando möchte Bösewichte spielen.


Ein junger Unbekannter kommt daher und ergattert auf Anhieb eine Hauptrolle im aufwendigsten Kinoprojekt seit „Ben Hur“: Das sind Legenden, die Hollywood liebt. Orlando Bloom hat’s erlebt: Als Legolas in „Herr der Ringe“ wurde der heute 26-jährige Engländer berühmt, in dem Abenteuerfilm „Fluch der Karibik“ lässt er wieder Frauenherzen höher schlagen.


Woman: Sie waren 21, hatten Ihre Ausbildung am Theater gerade abgeschlossen, als Sie die Rolle in „Der Herr der Ringe“ bekamen. Wie viel Glück war da im Spiel?

Orlando Bloom: Ich habe mit Voodoo- Zauber nachgeholfen. Nein, Unsinn: Natürlich hatte ich Glück, aber ich habe auch viel dafür getan. Schon mit 16 bin ich nach London auf die Theaterschule gegangen. Danach kamen 5 Jahre knallhartes Training.

Und dann ging’s gleich über den großen Teich. Wollten Sie unbedingt Karriere in Hollywood machen?

Offengestanden ich wollte einfach einen Job. Wenn man als junger Schauspieler 18 Monate am Stück arbeiten kann, ist das wie im Paradies. Unter diesen Umständen hätte ich auch ein Pferd gespielt.

Stattdessen sind Sie zu einem neuen Sexsymbol geworden. Wie fühlt man sich dabei?

Danke für die Blumen. Aber für mich gibt es Wichtigeres. Ich möchte tiefgründige, interessante Rollen spielen – gern auch mal den Bösewicht.

Momentan sind Sie eher als strahlender Held in den Kinos. Auch in „Fluch der Karibik“.

Die Arbeit an einem Piratenfilm wie „Fluch der Karibik“ ist wie ein Kleiner- Jungs- Traum, der wahr geworden ist. Aber jetzt spiele ich in Troy, der Sage vom Trojanischen Krieg, der Königssohn Paris – einen echten Antihelden, dessen Egoismus zu einer Katastrophe führt. Für mich ist das eine größere Herausforderung als bei „Der Herr der Ringe“.

Was haben Sie beim Dreh von „Herr der Ringe“ vermisst?

Ich hätte gern mal eine Liebesszene mit Liv Tyler gedreht! Aber wenn wir Tolkiens Geschichte so umgeschrieben hätten, wären wir von den Fans sicher gelyncht worden.

Sie haben mittlerweile überall auf der Welt Fans. Wie können Sie da auf dem Boden der Tatsachen bleiben?

Zum Beispiel, indem ich lange Spaziergänge am Meer mache und über Gott und die Welt nachdenke. Ich hole mir auch Tips von den richtig großen Stars, wie sie mit dem ganzen Rummel umgehen.

Und was hat Ihnen Johnny Depp, Ihr Partner aus „Fluch der Karibik“, geraten?

Freunde und Familie sind das Wichtigste. Wenn du dich auf die verlassen kannst, wirst du nie durchdrehen.

Interview: Markus Unverzagt

 

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