Interview Orlando Bloom

Auch wenn „Der Herr der Ringe“ zweifellos sein Leben verändert hat, so ist Orlando Bloom nichts desto trotz ein aufgeschlossener und sympathischer junger Mann geblieben. deshalb hat er auch akzeptiert, mit uns über den Verlauf seiner Karriere, seine Zusammenarbeit mit Johnny Depp und Bratt Pitt sowie über seine etwas merkwürdige Beziehung zu Keira Knightley, seiner Partnerin in „Fluch der Karibik“, zu sprechen...


Nach „Der Herr der Ringe“ und „Fluch der Karibik“, ist es gut möglich, daß du in „Troy“ erneut ein Schwert in der Hand schwingst. Das scheint bei dir ja gerade zur Gewohnheit zu werden....

Stimmt, allerdings steckt da keine Absicht dahinter. Wenn ich ein Drehbuch erhalte, dann lese ich es nicht mit dem Hintergedanken: „Wo ist das Schwert nur versteckt? Super, ich nehme die Rolle an!“ Es ist wirklich purer Zufall, daß ich mehrere Filme dieser Art hintereinander gedreht habe. Und heute bin ich dadurch Degen- und Bogenspezialist geworden... Allerdings hilft einem das im täglichen Leben nicht viel weiter. Sie glauben wohl kaum, daß ich ansonsten mit einem Degen am Gürtel durch die Gegend laufe? (lachen)


Du hast in „Troy“ an der Seite von Brad Pitt gespielt. Welches besondere Souvenir hast du an die Zusammenarbeit mit ihm?

Die Arbeit mit ihm hat mich dazu gebracht, über mich hinaus zu wachsen. Anfangs war ich bei dem Gedanken ziemlich eingeschüchtert, mit ihm zusammen vor der Kamera zu stehen. Ich hätte allerdings gerne mehr Szenen mit ihm gespielt. Ich bedauere, daß es nicht möglich war. Brad Pitt ist ein ziemlicher Einzelgänger. Er bleibt gerne in seiner Ecke, erledigt seine Arbeit und geht dann wieder. Es war unglaublich, ihm gegenüber zu stehen und seine Arbeitsweise zu sehen.


Durch „Der Herr der Ringe“ bist du weltweit für Millionen von Jugendlichen zum Idol geworden. Bist du schon öfter mal auf hysterische Fans gestoßen.

Bisher bin ich mir dessen noch nicht wirklich bewußt geworden. Ich habe mit Brad bei den Dreharbeiten zu „Troy“ in Malta mein erstes Menschenbad genommen. An einem Abend, nachdem wir mit dem Filmteam zu Abend gegessen hatten, beschlossen wir, noch ein Glas trinken zu gehen. Die Bar, in die wir gehen wollten, war nur ungefähr hundert Meter von unserem Restaurant entfernt, aber kaum waren wir draußen, da hatten wir schon mehrere hundert Personen im Schlepptau. Ich hatte den Eindruck, daß die ganze Stadt es auf uns abgesehen hatte. Aber ich glaube, daß sie alle wegen Brad da waren. Die Mädels versuchten ihn anzufassen, sie schreien seinen Namen, das war einfach unglaublich! Im Gegensatz zu mir ist Brad an derartige Situationen gewöhnt und so auch ganz ruhig geblieben. Als er meinen erschrockenen Blick sah, meinte er nur: „Bleib nur nicht stehen, sonst wird es nur noch schlimmer. Geht ruhig weiter und es wird schon gehen.“


Wie alle Stars bist du nun ein gefundenes Fressen für Journalisten und Klatschblätter. Wie denkst du darüber?

Diese Zeitschriften interessieren mich nicht. Ich lese sie nie. Man hat mir vor kurzem erzählt, daß ein Journalist behauptet haben soll, daß Brad Dopingmittel nehme, um seinen Körper in Schuß zu halten. So etwas idiotisches! Ich habe mehrere Wochen mit Brad verkehrt und kann ihnen versichern, daß Brad keine Hilfsmittel braucht, um Muskeln zu haben. Man sollte meinen, daß es unmöglich ist, einen schönen Körper zu haben, ohne Drogen zu nehmen... Brad ist sehr sportlich, trainiert täglich und braucht keine chemischen Hilfsmittel. Was mich betrifft, so hat mich die Klatschpresse bisher verschont. Aber ich kann mir vorstellen, daß früher oder später auch etwas Brisantes über mein Privatleben erfunden wird...


Das ist der Preis des Erfolges... Denkst du manchmal mit Wehmut an die Zeit zurück, in der du unbekannt warst?

Nein, nie. Bevor ich Schauspieler geworden bin, habe ich einige Hilfsjobs angenommen und hoffe, daß ich das nie wieder tun muß. Ich erinnere mich vor allem an einen ganz fürchterlichen Job. Ich arbeitete in einem Schützenverein und mußte mich um die Tonscheiben kümmern. Ich saß in einem kleinen Häuschen mitten auf dem Feld und jedes Mal wenn ein Schütze „Los!“ schrie, mußte ich ein Katapult betätigen, damit eine Tonscheibe in die Luft flog. Der Schütze versuchte danach, sie mit seinem Gewehr zu treffen. Den ganzen Tag lang hörte ich „Los!“ und dann flogen die verfluchten Scheiben in die Luft... Das war die schrecklichste Arbeit, die ich je gemacht habe.


Könntest du dir vorstellen, einen anderen Beruf als Schauspieler auszuüben?

Bildhauer vielleicht... Ich habe einige Kurse besucht und das hat mir ziemlich gefallen.


Wo lebst du zurzeit?

Ich wohne immer noch in London. Ich liebe diese Stadt. Meine Familie und Freunde leben dort, ich sehe keinen Grund, nach Hollywood zu gehen.


In „Der Herr der Ringe“ sind Kußszenen eher sehr selten... In „Fluch der Karibik“ hast du das Versäumte allerdings nachgeholt... Wie sind die Aufnahmen zu diesen Szenen mit Keira Knightley verlaufen?

Ich muß zugeben, daß Keira sehr gut küßt.... Außerdem ist sie hübsch, lustig und sehr sympathisch. Die Kußszenen mit ihr waren eher angenehm... Immer wenn der Regisseur sagte schneiden, gaben wir vor, nichts zu hören und machten weiter...

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