Orlando vs. Johnny

Der Amica- Freibeuter- Vergleich. Unser Urteil: Wir nehmen beide

Aufzucht:

OB: Wuchs very british in Canterbury auf, ging von der Londoner Guildhall School of Music and Drama für „Der Herr der Ringe“ nach Neuseeland, hat sich gerade ein Haus in L.A. gekauft. His home is his castle.

JD: Betty Sue Depp mutete Johnny mindestens 30- mal Umzüge und Schulwechsel zu. So züchtet man Rebellen. „Meine Villa in Frankreich ist mein erstes Zuhause.“ Französisch kann er immer noch nicht.


Pflege:

OB: Heftige Obsession by Calvin Klein. Zeigt eine auffallend unbehaarte Brust (gewachst?) gern in bis zum Bauchnabel aufgeknöpften Hippie- Blusen. Geckige Lederschläppchen entblößen Verdacht auf Pediküre.

JD: Riecht nach Zigaretten und langen Nächten in ungelüfteten Kneipen. Wurde bei Interviews noch nie ohne Kopfbedeckung gesehen (Strickmütze bei Temperaturen unter 30 Grad, Filzhut für Hundstage) gesehen.


Design:

OB: Wangenknochen, unter denen sich ein Unwetter verziehen könnte. Tattoos: zwei. Eine Sonne unter dem Nabel, eine elbische Neun auf dem rechten Oberarm. Trägt mehr Schmuck als Iavana Trump. Drei Goldringe, neun Halsketten mit Memorabilia- Anhängern, einen Armreif, Prada- Uhr.

JD: Wangenknochen, mit denen man Briefe aufschlitzen könnte. Acht Tattoos nach Seemannsart: stümperhaft, aber sentimental. Schmuck: zwei Totenkopfringe, ein Lederhalsbändchen, keine Uhr. Dafür eine Hornbrille. Trägt gern Sachen, die er in alten Koffern auf dem Speicher findet.



Sex:

OB: Begegnet uns allen Vorurteilen gegenüber Schönlingen mit amüsiertem Schweigen. Will man die Dates mit Surfgirl Kate Bosworth in Disneyland als Vorspiel deuten, haben wir es hier nicht mit einem Hengst zu tun.

JD: Bevorzugt brünette Waisenkinder vom Typ Winona Ryder und Kate Moss. Vanessa Paradis passt prima ins Beuteschema. Bemerkenswert: Die Mutter seiner beiden Kinder wartet immer noch auf einen Antrag.


Drugs:

OB: Verkehr nur mit den Dealern vom Santa Monica Farmers Market und kennt mehr grüne Tee- Sorten als Johnny Cabernets. Im Drogen gewohnten Hollywood- Hotel Chateau Marmont überforderte er die Zimmerkellner mit „Decaf- Sojamilch- Cappuccino“- Bestellungen.

JD: Bekennender Genussmittelmensch. Ist nach Jahren halluzinogener Experimente über Absinth zum legalen Drogenconnaisseur gereift. Zigaretten zum Frühstück, Rotwein am Mittag und Pastis als Aperitiv gelten in L.A. aber auch schon als Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.


Rock’n’Roll

OB: Spielte nie in einer Band, aber rebellierte gegen die Grenzen seines Körpers beim Bungeejumpen, Mountainbiken, Surfen, Snowboarden...
Hauptsache: Adrenalin. Lohn der Angst: zwei gebrochene Beine, ein gebrochenes Handgelenk, ein gebrochener Finger, ein paar gebrochene Rippen...

JD: Spielte mit 15 in der Band „The Kids“, zerlegte Hotelzimmer, prügelte sich mit Paparazzi und springt auch schon mal als Gastmusiker bei Oasis ein. Sein „Viper Room“ gehört immer noch zu den besten Clubs in L.A. und er zahlte lieber Strafe, als seinen Gästen das Rauchen zu verbieten.

 

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